Straffer Zeitplan für GM-Insolvenz

Nach Ablauf eines Ultimatums von US-Präsident Barack Obama hatte GM am Montag als letzte Überlebenschance die Insolvenz beantragt. Im grössten Verfahren der US-Industriegeschichte soll die bisherige Opel-Mutter weitgehend verstaatlicht und gesundgeschrumpft werden. Der Staat pumpt 50 Milliarden Dollar in GM, inklusive schon gezahlter 20 Milliarden Dollar. Opel wurde vor dem Insolvenzstrudel gerade noch rechtzeitig durch ein Treuhandmodell und neue Investoren abgeschirmt.


Grünes Licht für Aufspaltung
Das Insolvenzgericht gab bereits grundsätzlich grünes Licht zur Aufspaltung in einen überlebensfähigen Konzernteil und nicht mehr benötigte Altlasten wie zahlreiche Werke und Marken. Einwände gegen die geplante Übernahme durch Regierung, Gewerkschaft und Gläubiger müssen nun bis 19. Juni erhoben werden, eine Anhörung dazu ist für den 30. Juni angesetzt. GM will das Verfahren binnen 60 bis 90 Tagen erfolgreich abschliessen – also spätestens etwa Ende August.


GM hat Käufer für Marke Hummer
GM hat einen Käufer für seine Geländewagenmarke Hummer gefunden. Eine entsprechende vorläufige Kaufvereinbarung sei unterzeichnet worden, gab GM am Dienstag in Detroit (Michigan) bekannt. Den Namen des Käufers und den Preis nannte GM aber vorerst nicht. Das Geschäft solle bis Ende des dritten Quartals abgeschlossen werden, so der Konzern. GM hatte bereits seit langem einen Käufer für Hummer gesucht und will auch die US-Marke Saturn und die schwedische Tochter Saab abgeben. (awp/mc/ps/19)

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