Swiss Life: MLP führt Kapitalerhöhung durch

Durch die Kapitalerhöhung will MLP den Anteil von Swiss Life unter 25 Prozent halten. Auch der Anteil von MLP-Gründer und Aufsichtsratschef Manfred Lautenschläger sinkt wegen der gestiegen Gesamtaktienzahl unter die Grenze von 25 Prozent. Sein unverändertes Aktienpaket entspricht nun noch 23,4 Prozent aller MLP-Aktien. Zuvor hatte sein Anteil bei knapp 26 Prozent gelegen. Zusammen mit seiner Familie verfüge er aber weiter über eine Sperrminorität von mehr als 25 Prozent, fügte ein MLP-Sprecher in Wiesloch hinzu. Die Familie kontrolliere nun rund 29 Prozent der MLP-Stimmrechte. Zuvor hatte ihr Anteil bei 32 Prozent gelegen.


Allianz hält neu 6,3 Prozent
Die Allianz erhöhte durch die neuen Aktien ihren Anteil auf 6,3 Prozent, AXA kommt nun auf 4,7 Prozent. MLP hatte am Donnerstag angekündigt, dass die beiden Versicherer jeweils knapp die Hälfte der 9,8 Millionen neuen Stammaktien gezeichnet hätten. Beide Aktienpakete entsprachen damit rund 4,2 Prozent aller MLP-Papiere. Den Rest der Kapitalerhöhung zeichnete die HBOS-Tochter Uberior Ena. Der Anteil des bisher nicht an MLP beteiligten Unternehmens bleibt mit rechnerisch 0,7 Prozent aber deutlich unter der Mitteilungsschwelle von drei Prozent. Die Allianz hatte unmittelbar nach Bekanntgabe der Pläne angekündigt, einen Anteil von rund sieben Prozent an MLP anzustreben.


Swiss Life ohne Absprache eingestiegen
Swiss Life war vor zwei Wochen ohne vorherige Absprache bei MLP eingestiegen. Dazu kaufte sie AWD-Chef Carsten Maschmeyer insgesamt 26,75 Prozent der MLP-Papiere ab, die dieser sich zuvor gesichert hatte. MLP bezeichnete den Einstieg als unerwünscht und feindlich. Nach der Kapitalerhöhung entspräche der Anteil noch 24,3 Prozent. Im vergangenen Jahr hatte Swiss Life bereits beim MLP-Konkurrenten AWD das Ruder übernommen und will die Tochter im kommenden Jahr von der Börse nehmen. (awp/mc/ps/03)

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