Swiss Re: Weltweites Prämienvolumen der Assekuranz wächst 2007 um 3,3 Prozent

Dies schreibt der Rückversicherer Swiss Re in der neusten sigma-Studie. In den Industrieländern wuchs das Prämienvolumen insgesamt um 2,5% auf 3’647 Mrd USD, in den Schwellenländern um 11,8% auf 414 Mrd USD.


Nachfrage nach Lebensversicherer weiter gestiegen
Obwohl das Umfeld durch ein leicht rückläufiges Wirtschaftswachstum und steigende Inflation geprägt war, sei 2007 die Nachfrage nach Lebensversicherungen weiter gestiegen, wird Daniel Staib, einer der Verfasser der Studie, in der Mitteilung dazu zitiert. Der Anstieg bei den Lebensversicherungsprämien lag mit 5,4% auf 2’393 Mrd USD über dem vorherigen zehnjährigen Durchschnitt. In den Industrieländer erhöhten sich diese Prämien um 4,7% auf 2’174 Mrd USD, in den Schwellenländern um 13,1% auf 219 Mrd USD.


Finanzkrise belastet Absatz kaum
Während in den Industrieländern Renten- und andere Vermögensbildungsprodukte einen guten Absatz verzeichneten, profitierte die Lebensversicherung in den Schwellenländern von der guten Konjunkturentwicklung und dem hohen Aufholpotenzial. Die schwere Kreditkrise und die Turbulenzen an den Finanzmärkten hätten dagegen den Absatz kaum belastet.


Nichtlebenversicherungen steigen nur um 0,7 %
In der Nichtlebenversicherung stieg das weltweite Prämienaufkommen inflationsbereinigt um lediglich 0,7% auf 1’668 Mrd USD. Dabei ging das Prämienvolumen in den Industrieländern um 0,3% auf 1’472 Mrd USD zurück. In den Schwellenländern hat sich das Wachstum nur leicht abgeschwächt und die Prämieneinnahmen sind um 10,2% auf 196 Mrd USD gestiegen. Trotz des anhaltenden Preisdrucks seien die technischen Ergebnisse erfreulich und die Profitabilität weiterhin gut ausgefallen.


Wachstumsverlangsamung erwartet
Im laufenden Jahr erwarten die Verfasser der sigma-Studie bei den Lebensversicherungsprämien eine Wachstumsverlangsamung. Die Turbulenzen an den Kapital- und Aktienmärkten dürften die Nachfrage dämpfen. Sobald sich die Situation an den Finanzmärkten stabilisiere, dürfte die Lebensversicherung hinsichtlich Wachstum und Profitabilität mittelfristig zu der «starken» Performance zurückfinden, so Staib. Das Prämienvolumen der Nichtlebenversicherung werde in den Industrieländern voraussichtlich weiter sinken. Dagegen dürfte die steigende Tendenz – wenn auch in geringerem Tempo – in den Schwellenländer anhalten.


Die Subprime-Krise werde sich auf die Prämienentwicklung nur begrenzt auswirken, heisst es weiter. Allerdings dürften die Anlageergebnisse der Versicherer niedriger ausfallen. Problematisch sei zudem die weltweit steigende Inflation, die zu höheren Schadenkosten in der Haftpflicht und anderen Long-Tail-Sparten führen und auch die Rentabilität belasten wird. (awp/mc/pg)

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