Swiss-Verkaufschef William Meaney geht


Neue Turbulenzen bei der Swiss: Verkaufschef William Meaney kehrt der dreiköpfigen Geschäftsleitung unter André Dosé nach nur elf Monaten bereits wieder den Rücken.


(pd)
Schon der Amtsantritt des irisch-amerikanischen Doppelbürgers Anfang Jahr war von einem Eklat überschattet gewesen. Marketing-Chef Arjen Pen nahm nach zwei Wochen den Hut, weil er mit den Plänen seines Vorgesetzten Meaney nicht einverstanden war. Abweichende Ansichten
Als Grund für den Abgang von Meaney gab die Swiss in einem Communiqué «abweichende Ansichten über die zukünftige Struktur des Managements» an. Meaney gehe in gegenseitigem Einvernehmen. Der Verwaltungsrat des Flugkonzerns hatte entschieden, dass alle Managing Director-Positionen beibehalten werden. Dosé übernimmt Aufgaben interimistisch
Der 43-jährige Meaney werde der Swiss noch für eine geordnete Übergabe der Dossiers zur Verfügung stehen. Einen Nachfolger konnte das Unternehmen nicht präsentieren. Die Aufgaben bürdet sich interimistisch Konzernchef André Dosé auf. Die Swiss verweigerte jeden weiteren Kommentar zum Abgang. Umstrittenes Billigkonzept
Meaney warb in der Öffentlichkeit stets für das neue Billigkonzept der Swiss in Europa. Er kündigte Ende August an, die Swiss erwarte davon für 2004 Mehrerträge von 43 Mio. Franken und Einsparungen von rund 100 Mio. Franken. Die Zahlen zum dritten Quartal enttäuschten dann aber. In der Startphase brachte das neue Konzept kaum mehr Passagiere, aber tiefere Einnahmen. Zudem liess sich Meaney Ende September mit der Aussage zitieren, die Liquidität der Swiss reiche bis zum nächsten Winter 2004. (sda/scc/pag)





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