Swissair-Prozess: UBS-Chef Ospel kontert Seitenhiebe von Mario Corti

Die UBS habe die Auflagen gestellt, die SAir-Gruppe „ernsthaft“ zu sanieren, werthaltige Beteiligungen abzustossen und den Finanzchef auszuwechseln, sagte Ospel in einem Interview mit der „SonntagsZeitung“. Bedingung sei zudem gewesen, keine Gläubigerbevorzugung zu betreiben und einen Datenaustausch zu garantieren.


Die UBS stehe nicht vor Gericht
Dass Corti ihm Wortbruch unterstelle, sei „peinlich“, sagte Ospel weiter. Schliesslich stehe „die UBS nicht vor Gericht, und das völlig zu Recht“.


Schwere Vorwürfe an die Adresse UBS
Vor dem Bezirksgericht in Bülach ZH hatte der letzte Swissair- Chef Mario Corti am vergangenen Dienstag schwere Vorwürfe an die Adresse des Chefs der Schweizer Grossbank gerichtet. Dieser habe ihm bei einer Milliarden-Kreditlinie die Unterstützung entzogen.


Unterstützung zugesichert
Vor Cortis Amtsübernahme bei der Swissair-Gruppe habe ihm Ospel noch seine Unterstützung zugesichert: „Sonst hätte ich vielleicht einige Entscheide anders getroffen“, sagte Corti vor Gericht.


Absetzung von Finanzchef Schorderet verlangt
Ospel habe ihm damals lediglich einige Bedingungen gestellt, mit denen er „keine Probleme“ gehabt habe. Unter anderem hatte Ospel – wie im Interview bekräftigt – die Absetzung von Finanzchef Georges Schorderet verlangt. (awp/mc/ab)

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