Tokio-Schluss: Etwas schwächer – Konjunktursorgen

Besonders Handelshäuser wurden von den Ängsten um die wirtschaftliche Entwicklung belastet. Bei Aktien exportorientierter Unternehmen drückte auch der starke Yen auf die Kurse.


Auch die Krise der US-Autobauer stand im Fokus der Anleger. «Es gibt eine Menge Sorgen über ein mögliches Rettungspaket, da hier einiges überhaupt nicht gut zusammenzulaufen scheint», sagte Katsuhiko Kodama, Stratege bei Toyo Securities. «Das hält die Anleger von Käufen ab.» Falls die Bemühungen für die US-Autobranche fehlschlügen, könnte dies einen Dominoeffekt bei anderen Autobauern auslösen.


Zu den Verlierern gehörten Bankentitel, nachdem laut einem Bericht Sumitomo Mitsui Financial (SMFG) eine Kapitalerhöhung um rund 4,1 Milliarden US-Dolar durchführen will. Die Aktie gab um 7,9 Prozent auf 314.000 Yen nach. Mizuho Financial verloren 7,5 Prozent auf 212.000 Yen, Mitsubishi UFJ Financial verbilligten sich um 6,4 Prozent auf 511 Yen.


Handelshäuser litten unter Sorgen über eine nachlassende Nachfrage. Die Aktie des japanischen Marktführers Mitsubishi Corp. verzeichnete Abschläge von 9,2 Prozent auf 1.118 Yen. Für Mitsui & Co ging es um 6,5 Prozent auf 773 Yen bergab, Sumitomo verloren 6,1 Prozent auf 780 Yen. Bei den exportsensiblen Titeln gaben Tokyo Electron um 5,5 Prozent auf 2.755 Yen nach. Sony fielen um 2,7 Prozent auf 1.950 Yen.


Dagegen legten defensive Titel zu, die in wirtschaftlich schwierigen Zeiten als widerstandsfähiger gelten. Dies galt insbesondere für Pharma-Aktien. Astellas Pharma verteuerten sich um 4,7 Prozent auf 4.040 Yen, Shionogi gewannen 6,5 Prozent auf 2.210 Yen. (awp/mc/ps/06)

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