US-Ausblick: Knapp behauptet – Merck & Co. im Fokus

Zurückhaltung dürfte das Handelsgeschehen bestimmen, da es nur wenige marktbewegende Unternehmensnachrichten gebe, sagten Händler. An Konjunkturdaten steht nur das Verbrauchervertrauen des Conference Board für April zur Veröffentlichung an.


Der Future auf den Leitindex Dow Jones (DJIA) sank gegen 14.40 Uhr um 0,23 Prozent auf 12.850 Zähler. Am Montag hatte der Index 0,16 Prozent auf 12.871,75 Zähler verloren. Der Future auf den NASDAQ 100 fiel um 0,18 Prozent auf 1.923,00 Punkte, nachdem der technologielastige Index mit einem Plus von 0,24 Prozent auf 1.923,26 Punkte aus dem Handel gegangen war.


Die Aktien von Merck & Co dürften kräftig darunter leiden, dass die Arzneimittelbehörde «Food and Drug Administration (FDA)» für das Cholesterinmittel Cordaptiv die Zulassung vorläufig abgelehnt hat. Die FDA verlangt mehr Informationen über den neuen Blutfettsenker. Merck will sich nun mit der Behörde treffen, um über die Einwände zu sprechen. Die Aktien gaben vorbörslich deutlich nach.


Der Autobauer General Motors (GM) will wegen schwacher Absätze die Produktion von Kleintransportern mit offener Ladefläche und grossen Geländewagen drosseln. Durch die Streichung einer Schicht in vier nordamerikanischen Fabriken werden laut GM 2008 damit etwa 88.000 weniger Pickups und 50.000 weniger grosse SUVs produziert werden. Zudem würden 3.500 Arbeiter entlassen. GM macht die hohen Benzinpreise und den wirtschaftlichen Abschwung für die enttäuschende Absatzentwicklung verantwortlich.


Der seit kurzem börsennotierte Kreditkartenanbieter Visa hat zum Jahresauftakt ein kräftiges Gewinnplus verbucht. Der weltweite Branchenführer verdiente in seinem zweiten Geschäftsquartal 314 Millionen Dollar (201 Millionen Euro) und damit fast 28 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Umsätze stiegen um knapp 22 Prozent auf 1,45 Milliarden Dollar. Das starke Wachstum werde sich auch in den nächsten Monaten fortsetzen, kündigte Visa-Chef Joseph Saunders am Montagabend nach US-Börsenschluss in San Francisco (Kalifornien) an.


Der Hypothekenfinanzierer Countrywide Financial meldete für das erste Quartal einen Verlust von 893 Millionen Dollar nach einem Gewinn von 434 Millionen Dollar im Vorjahr. Diese Zahlen könnten auch die Aktien der Bank of America bewegen, da die Unternehmen im Januar die Übernahme von Countrywide durch BoA für vier Milliarden Dollar (2,7 Mrd Euro) vereinbart hatten. United States Steel gab für das erste Quartal einen Nettoumsatzanstieg von 3,756 Milliarden Dollar auf 5,196 Milliarden bekannt. Der Überschuss sank jedoch zugleich von 273 auf 235 Millionen Dollar.


Wachovia hingegen könnten von einer Hochstufung durch die Deutsche Bank profitieren. Die Analysten setzten die Aktie erstmals seit sieben Jahren von «Hold» auf «Buy» hoch. Das Kursziel wurde von 29 auf 35 Dollar angehoben. Die Bank sei die nötigen Schritte gegangen, um die Kreditkrise zu bewältigen, hiess es in dem Kommentar. (awp/mc/pg)

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