US-Ausblick: Leichter – Ölpreis und Aussagen zu Zinsen

Ausserdem weckten Aussagen des Präsidents des Federal Reserve Bank of Kansas Sorgen über die weitere Zinsstrategie. Die Fed müsse aus seiner Sicht angesichts der steigenden Inflationsrisiken in den USA möglicherweise die Zinsen anheben. Die vor Börsenstart und im Handelsverlauf anstehenden Konjunkturdaten werden von Marktteilnehmern als weniger entscheidend eingestuft.


Der Future auf den Dow Jones (DJIA) verlor gegen 14.15 Uhr 0,25 Prozent auf 12.995 Zähler. Am Dienstag war der US-Leitindex um 0,40 Prozent auf 13.020,83 Zähler gestiegen. Der Future auf den NASDAQ 100 gab 0,48 Prozent auf 1.989,50 Punkte ab, nachdem der technologielastige Index tags zuvor mit plus 0,75 Prozent auf 1.990,61 Zähler aus dem Handel gegangen war.


Positiv seien unterdessen die am Dienstag nach Börsenschluss vorgelegten Quartalszahlen von Cisco Systems und Walt Disney , betonten Händler. Die Aktien von Walt Disney waren bereits im vorbörslichen US-Handel gefragt und legten zu. Der Medienkonzern hat im zweiten Quartal Gewinn und Umsatz stärker gesteigert als von Experten erwartet. Mehrere Analysten wie unter anderem Lehman hoben ihre Kursziele für die Titel an.


Cisco Systems zeigten sich unterdessen vorbörslich nur wenig verändert. Der weltgrösste Netzwerkausrüster litt im ersten Quartal weniger unter der US-Konjunkturkrise als befürchtet. Analysten zeigten sich jedoch besorgt über das sich verlangsamende Umsatzwachstum. Die Experten der Citigroup rechnen damit, dass diese Entwicklung im kommenden Quartal die Talsohle erreichen und sich dann wieder bessern wird. Sie hoben das Kursziel von 27 auf 31 Dollar, bestätigten die Titel aber mit «Buy». Auch die Analysten von Lehman hoben ihr Kursziel an. JPMorgan bestätigte die Titel mit «Neutral». Cisco hatte am Dienstagabend nach Börsenschluss Quartalszahlen vorgelegt.


Sprint Nextel dürften nach den Übernahmespekulationen durch die Telekom erneut zulegen. Der Mobilfunkanbieter und Clearwire planen, ihre kabellose Breitbandaktivitäten zusammenzulegen. Das neue Unternehmen soll den Namen Clearwire tragen. Intel , Google , Comcast , Time Warner Cable und Bright House Networks beteiligen sich mit insgesamt 3,2 Milliarden Dollar oder 22 Prozent. Das entspricht jeweils 20 Dollar je Clearwire-Aktie.


Aussagen von Microsoft-Chef Bill Gates könnten die am Vortag erneut aufgeflammte Übernahmefantasie um Yahoo! im Keim ersticken. Er sagte auf einer Pressekonferenz in Tokio, es gebe keine Pläne für ein neues Angebot.


Take-Two teilte unterdessen mit, dass die neue Version ihres Videospiels «Grand Theft» – «Auto IV» – in der ersten Woche rund 3,6 Millionen mal verkauft wurde. Insgesamt rechnet das Unternehmen mit weltweiten Umsätzen in Höhe von 500 Millionen Dollar.


Daneben legten noch einige Unternehmen in der abebbenden US-Berichtssaison ihre Berichte vor. Cognizant Technology übertraf mit seinem bereinigten Quartalsgewinn die Schätzungen von Analysten. Der Versicherer Marsh & Mclennan Companies lag mit seinem Quartalsergebnis ebenfalls knapp über den Schätzungen. (awp/mc/pg)

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