US-Ausblick: Sehr schwach – Unsicherheit hoch, Apple enttäuscht

Die Anleger blieben nervös und es würden weiter die Sorgen überwiegen, dass die am Vortag überraschend vorgenommene Leitzinssenkung der US-Notenbank ihre Wirkung verfehlen könnte. Zinssenkungen bräuchten typischerweise Monate um auf die Wirtschaft durchzuschlagen, sagten Händler.


Der Future auf den Dow Jones Industrials lag gegen 14.55 Uhr mit 1,77 Prozent im Minus bei 11.739 Punkten. In der Kasse hatte der weltweit bekannteste Aktienindex am Dienstag 1,06 Prozent auf 11.971,19 Punkte verloren. Der Future auf den S&P-500-Index gab 2,71 Prozent auf 1.274,00 Zähler ab. Der marktbreite Index hatte 1,11 Prozent niedriger bei 1.310,51 Punkten geschlossen. Der Future auf den NASDAQ 100 gab 3,76 Prozent auf 1.733,25 Zähler ab. Das technologielastige Börsenbarometer war mit minus 2,63 Prozent auf 1.795,61 Punkte in die verkürzte Handelswoche gestartet.


Apple sind am Mittwoch nach Zahlen laut Händlern wegen eines enttäuschenden Ausblicks im vorbörslichen US-Handel abgerutscht. Zwar konnte der Computerhersteller dank reger Nachfrage nach Macintosh-Rechnern, iPod-Musikplayern und dem neuen iPhone-Handy im Weihnachtsgeschäft die Erwartungen der Analysten übertreffen. Allerdings rechnet Apple im laufenden zweiten Geschäftsviertel mit weniger Umsatz und Gewinn als die Experten.


Texas Instruments (TI) konnten sich dagegen nach Zahlen im schwachen vorbörslichen US-Handel knapp behaupten. Der Chiphersteller hat im vierten Quartal mehr verdient als von Experten erwartet. Börsianern zufolge habe sich TI auch positiv über die Auftragslage geäussert.


Motorola brachen dagegen nach Zahlen im vorbörslichen US-Handel um rund zehn Prozent ein. Belastet von seiner Handy-Sparte hat der amerikanische Telekomausrüster im abgelaufenen Quartal einen Gewinneinbruch verzeichnet. Zudem warnte Motorola, dass die Erholung der Sparte länger dauern werde als zunächst gedacht und dass noch einiges an Arbeit zu tun sei. Dies drücke doch spürbar auf die Stimmung für das Papier, sagten Händler.


Der von billiger Generikakonkurrenz bedrohte Pharmakonzern Pfizer hat unterdessen im Schlussquartal 2007 vom schwachen Dollar und der Nachfrage nach neuen Medikamenten profitiert und die Prognosen übertroffen. Für die Monate Oktober bis Dezember wies Pfizer einen Gewinn von 2,878 Milliarden Dollar oder 0,42 Dollar pro Aktie aus, wie der im Dow Jones notierte Branchenprimus am Mittwoch in New York mitteilte. Im Vorjahr hatte Pfizer wegen des Verkaufs seiner Consumer-Health-Care-Sparte ein Ergebnis von 1,32 Dollar pro Aktie oder 9,449 Milliarden Dollar veröffentlicht. (awp/mc/pg)

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