US-Ausblick: Verluste erwartet

Von Interesse seien vor allem Hinweise und Andeutungen der Fed, von denen auf die weitere Zinspolitik geschlossen werden könne, hiess es. Kurz nach Börsenstart würden allerdings erst einmal die Daten zum Verbrauchervertrauen im August anstehen.


Der Future auf den S&P-500-Index verlor gegen 14.35 Uhr 0,41 Prozent auf 1.463,75 Zähler. Am Montag hatte der marktbreite Index 0,85 Prozent auf 1.466,79 Punkte abgegeben. Der Future auf den NASDAQ 100 fiel um 0,31 Prozent auf 1.944,50 Zähler. Tags zuvor war der Auswahlindex um 0,71 Prozent auf 1.947,49 Punkte gesunken.


Finanztitel könnten von Abstufungen belastet werden. Merrill Lynch hat die Aktien der Citigroup sowie von Bear Stearns und Lehman Brothers von «Buy» auf «Neutral» gesenkt. Grund dafür sei die Abhängigkeit dieser Finanzdienstleister vom Kreditmarkt und die daraus folgende Notwendigkeit, die Prognosen für das restliche Jahr und für 2008 zu senken, hiess es. Vorbörslich sanken Citigroup um 1,36 Prozent auf 47,14 US-Dollar, Bear Stearns gaben um 1,78 Prozent auf 110,20 Dollar nach und Lehman Brothers büssten 2,44 Prozent auf 56,34 Dollar ein.


Der Finanzdienstleister State Street ist einem Pressebericht zufolge kräftig in ABCP-Conduits engagiert. Insgesamt habe die Bank 22 Milliarden US-Dollar oder 17 Prozent ihrer gesamten Aktiva in diese inzwischen in Verruf geratenen verbrieften Risikopapiere gesteckt, berichtet die «Times» unter Berufungen auf Mitteilungen von State Street an die Aufsichtsbehörden. Vorbörslich sank die Aktie um 4,51 Prozent auf 61,00 Dollar.


Erneut steht zudem eine Übernahme im Fokus: Die Medco Health Solutions übernimmt die auf die Versorgung von Diabetes-Kranken mit Blutzucker-Testprodukten und einschlägigen Dienstleistungen spezialisierte US-Firma PolyMedica Corporation für 1,5 Milliarden Dollar (1,1 Mrd Euro) in bar. Die PolyMedica-Anteilseigner erhalten 53 Dollar je Aktie, teilten die beiden Unternehmen am Dienstag mit. Die PolyMedica-Aktien sprangen daraufhin vorbörslich um 14,15 Prozent auf 51,70 Dollar nach oben.


Der Blick dürfte sich auch auf den weltgrössten Aktienmarkt-Betreiber NYSE Euronext richten, der eine Stellungnahme zu einem angeblich geplantem Gebot für den NASDAQ-Anteil an der Londoner Börse LSE abgelehnt hat. In einem Pressebericht hatte es geheissen, die NYSE Euronext und der australische Handelsplatz ASX hätten Interesse an einem gemeinsamen Gebot für den 31-prozentigen Anteil der NASDAQ an der LSE. Die NASDAQ will die Beteiligung verkaufen, nachdem sie mit dem Versuch einer Übernahme der LSE gescheitert war. (awp/mc/gh)

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