US-Computerbauer Dell setzt erneut den Rotstift an

In einer internen E-Mail habe Dell-Chef Michael Dell seinen Mitarbeitern nahegelegt, einen bis fünf Tage unbezahlten Urlaub zu nehmen, hiesse es. Zudem würden Pläne zu Neueinstellungen vorerst eingefroren. Die Anstellung von Leiharbeitern sowie Reiseausgaben sollen zudem reduziert werden. Mit den Massnahmen wolle das Unternehmen weiteren Entlassungen vorbeugen. «Unsere Industrie befindet sich in einer Konsolidierungsphase», sagte Dell. «Wir werden mit Sicherheit überleben, aber wir wollen daraus erfolgreich und als deutlich gestärktes Unternehmen hervorgehen.»


Mit Umbauplan jährliche Ersparnisse von 3 Mrd. Dollar
Der texanische Computer-Hersteller hatte zuletzt unter massivem Konkurrenzdruck und einem harten Preiskampf in der PC-Industrie zu leiden und einen deutlichen Gewinnrückgang eingefahren. Mit einem vergangenes Jahr gestarteten Umbauplan will das Unternehmen bis 2010 jährlich rund drei Milliarden Dollar einsparen. Die einstige Nummer eins auf dem weltweiten PC-Markt kommt seit vielen Quartalen nicht mehr an seinen Herausforderer Hewlett-Packard (HP) heran. Das einst erfolgreiche Konzept, die Produkte ausschliesslich über das Internet zu verkaufen, hat das Unternehmen inzwischen aufgegeben und bietet seine Computer auch in grossen Elektronikhäusern an.


Fast 9000 Stellen gestrichen
Binnen gut eines Jahres strich der Konzern bislang rund 8900 Stellen. Wie viel das Unternehmen mit den jüngsten Massnahmen einsparen will, wurde nicht genannt. Die Massnahmen seien aber erforderlich angesichts der derzeitigen Turbulenzen auf dem Finanzmarkt, in der voraussichtlich sowohl Unternehmen als auch Privatkunden ihre Ausgaben für Computer zurückschrauben würden, sagte Dell-Sprecher David Frink dem «Wall Street Journal». (awp/mc/pg/21)

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