US-Eröffnung: Gewinnmitnahmen nach starker Handelswoche

Der US-Leitindex rutschte innerhalb der ersten Handelsstunde um 1,78 Prozent auf 7.783,19 Zähler ab. Der marktbreite S&P-500-Index verlor 1,88 Prozent auf 817,19 Zähler. An der Technologiebörse NASDAQ fiel der Composite-Index um 2.07 Prozent auf 1.554,20 Zähler. Der NASDAQ 100 gab um 2,03 Prozent auf 1.255,33 Punkte nach.


Trotz der Gewinnmitnahmen an den US-Börsen bleiben die Experten für die Kursentwicklung in den kommenden Handelstagen optimistisch eingestellt. Die jüngsten Konjunkturdaten würden erste Zeichen einer Erholung der US-Wirtschaft andeuten, hiess es von Analysten. Zuletzt hatte sich das Konsumklima der Uni Michigan überraschend deutlich aufgehellt. Ausserdem meldete das Handelsministerium kurz vor dem Börsenstart für den Februar den zweiten Anstieg der Konsumausgaben in Folge.


Die Aktien der Unternehmensberatung Accenture starteten mit einem Kurseinbruch in den Handel. Die Papiere stürzten nach schwachen Geschäftszahlen um 13,45 Prozent auf 27,66 US-Dollar ab. Das Unternehmen hatte am Vorabend einen Umsatzeinbruch gemeldet und die Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr nach unten geschraubt.


Ein ganz anderes Bild zeigte sich dagegen bei den Aktien von General Motors (GM) . Bei den Papieren des schwer angeschlagenen Autokonzerns ging es im Verlauf der ersten Handelsstunde um 11,14 Prozent auf 3,79 Dollar nach oben. Die Anleger rechnen mittlerweile fest mit weiteren Milliardenhilfen aus Washington. Zudem soll GM wegen ungelöster Streitfragen mit Gläubigern und Gewerkschaft eine neue Gnadenfrist bekommen. Die Regierung werde dem Konzern für die Lösung der Probleme wohl weitere 30 Tage Zeit geben, berichteten das «Wall Street Journal» und die «Financial Times».


Dann spielten erneut Bankwerte eine wichtige Rolle an der New Yorker Börse. US-Präsident Barack Obama wird sich im Verlauf des Tages mit zahlreichen Top-Managern der US-Finanzbranche treffen. An der Zusammenkunft werden unter anderem Führungskräfte von JPMorgan, Goldman Sachs und Citigroup teilnehmen. Anleger versprechen sich laut Händlern aus dem Gespräch neue Impulse für die Aktien der grossen amerikanischen Geldhäuser.


Im frühen Handel litten die Aktien von führenden US-Banken aber zunächst besonders stark unter Gewinnmitnahmen. Die Papiere der Citigroup verloren 8,19 Prozent auf 2,58 Dollar, Bank of America rutschten um 3,03 Prozent auf 7,35 Dollar ab und die Aktien von JPMorgan verloren 2,96 Prozent auf 28,24 Dollar. Ferner gaben die Aktien von Goldman Sachs um 2,38 Prozent nach auf 109,33 Dollar.


Zu den grossen Gewinnern des Tages zählten die Aktien von Monaco Coach mit einem Plus von 50,00 Prozent auf 0,165 Dollar. Die Aktie profitierte davon, dass der Fahrzeughersteller Navistar ein nicht verbindliches Angebot zum Kauf von Teilen des insolventen Herstellers von Luxuswohnmobilen vorlegte.


Schliesslich zählten auch die Aktien der Baukonzerns KB Home zu den Gewinnern am Markt mit einem Plus von 6,14 Prozent auf 15,03 Dollar. Der fünftgrösste US-Hausbauer hatte im ersten Geschäftsquartal seinen Verlust auf 58,1 Millionen Dollar beziehungsweise 0,75 Dollar je Aktie verringert. Im Vorjahr hatte dieser noch 268,2 Millionen Dollar oder 3,47 Dollar je Aktie betragen. (awp/mc/pg/28)

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