US-Eröffnung: Leichter – Schlechte Erstanträge belasten vor Arbeitsmarktdaten

Börsianer messen den Daten vor dem am Freitag mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktbericht für Juli besondere Bedeutung bei. Am Vortag hatten noch überraschend gute Beschäftigungszahlen aus dem Privatsektor die Börsen unterstützt. Die Investoren erhoffen sich Signale auf eine Verbesserung der Situation auf dem US-Arbeitsmarkt, da die hohe Arbeitslosigkeit eine wesentliche Bremse des Konsums und der Wirtschaftserholung sei.


In der ersten halben Handelsstunde sackte der Dow Jones Industrial Average um 0,31 Prozent auf 10.647,06 Punkte ab. Am Vortag hatte der weltweit bekannteste Aktienindex mit plus 0,41 Prozent so hoch geschlossen wie seit dem 14. Mai nicht mehr. Der breiter gefasste S&P-500-Index fiel zuletzt um 0,35 Prozent auf 1.123,32 Punkte. An der Technologiebörse Nasdaq verlor der Composite-Index 0,26 Prozent auf 2.297,47 Punkte, der Nasdaq 100 gab 0,20 Prozent auf 1.905,46 Punkte ab.


Auf Unternehmensseite steht vor allem der Einzelhandelssektor mit Umsatzdaten einiger Konzerne für Juli im Fokus. Börsianer schätzen die Zahlen insgesamt als unter den Analystenerwartungen liegend ein. Die Verbraucher sorgten sich um die hohe Arbeitslosigkeit und reduzierten daher ihre Konsumausgaben, hiess es. Papiere von Costco Wholesale rutschten um 2,04 Prozent auf 56,23 US-Dollar ab, obwohl das Wachstum der Grosshandelskette auf vergleichbarer Fläche über den Markterwartungen gelegen hatte. Aktien von Kraft Foods büssten 0,67 Prozent auf 29,55 Dollar ein. Der US-Lebensmittelkonzern wird nach Handelsende seine Quartalszahlen vorlegen.


Auch Viacom-Aktien sackten um 0,15 Prozent auf 33,97 Dollar etwas ab. Dabei hatten mehrere Kinohits und sprudelnde Werbeeinnahmen den Fernsehsendern des US-Unterhaltungskonzerns ein erfolgreiches zweites Quartal beschert. Der Gewinn war im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 52 Prozent gestiegen. Das meiste Geld hatten wieder einmal die 170 Fernsehkanäle abgeworfen. Dank der Blockbuster waren die Paramount-Filmstudios aus den roten Zahlen gekommen. Weil aber gleichzeitig die Verkäufe von DVDs geschwächelt hatten, war der Umsatz stabil geblieben. (awp/mc/ss/28)

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