US-Eröffnung: Schwach – Sorgen um China, Banken mit Zahlen im Blick

Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) sank im frühen Handel um 1,53 Prozent auf 10.560,83 Zähler, nachdem der Leitindex am Dienstag noch auf den höchsten Stand seit Anfang Oktober 2008 geklettert war. Der marktbreite S&P-500-Index fiel um 1,41 Prozent auf 1.134,06 Zähler. An der Technologiebörse Nasdaq gab der umfassende Composite Index 1,69 Prozent auf 2.281,16 Punkte ab. Der Nasdaq 100 verlor 1,92 Prozent auf 1.859,02 Zähler.


Bankenwerte standen erneut im Fokus: Nach der Bilanzvorlage der Citigroup am Dienstag zogen bereits vorbörslich die Bank of America, Morgan Stanley sowie Wells Fargo nach. Ein klarer Kurstrend zeichnete sich für die Aktien jedoch nicht ab.


So fielen die Titel von Morgan Stanley um 1,32 Prozent auf 30,75 US-Dollar. Die schwächelnde Investmentbank kämpft derzeit verbissen gegen die übermächtige Konkurrenz. Unter dem Strich hatte das Geldhaus im vierten Quartal 376 Millionen Dollar verdient. Experten hatten mit deutlich mehr gerechnet. Insbesondere das Geschäft mit Staats- und Unternehmensanleihen war enttäuschend verlaufen. «Das Umfeld bleibt extrem ungewiss», sagte zudem Bankchef James Gorman, der die Bank seit knapp drei Wochen führt. Ferner gaben die Papiere von Wells Fargo um 0,85 Prozent auf 28,04 Dollar nach. Die Kreditausfälle bewegten sich weiterhin auf hohem Niveau, teilte das Institut mit.


Anteilsscheine der Bank of America aber notierten im Plus. Sie legten um 0,31 Prozent auf 16,37 Dollar zu. Positiv nahmen hier Börsianer einige Zeichen einer Stabilisierung im Kreditgeschäft auf. Dennoch bleibt das Institut ein Verlierer der Finanzkrise. Die Bank of America hatte ein schwieriges Jahr mit einem neuerlichen Verlust beendet. Grund dafür waren in erster Linie die hohen Abgaben für die Staatshilfen, die der Konzern gegen Ende 2009 zurückgegeben hatte. Börsianer stuften das Minus als unerwartet hoch ein.


Am Dow-Ende hingegen sackten die Titel von IBM um 3,27 Prozent auf 129,76 Dollar ab. Marktteilnehmer sahen nach den guten Intel-Zahlen noch optimistischere Erwartungen enttäuscht und monierten das schwache Umsatzwachstum. Andere Händler sprachen von Gewinnmitnahmen.


Ebenfalls gemieden wurden die Titel von Kraft Foods, die einen Abschlag von 2,38 Prozent auf 28,71 Dollar aufwiesen. Börsianer führten dies auf Aussagen von Warren Buffett im Fernsehsender CNBC zurück. Dort hatte die Investmentlegende ihre Bedenken gegenüber der Übernahme von Cadbury geäussert. Buffett ist über Berkshire Hathaway Grossaktionär bei Kraft. Die Ratingagentur Fitch senkte zudem ihre Bonitätseinstufung auf BBB-. In London sanken die Titel von Cadbury um 0,24 Prozent auf 834,50 Britische Pence.


Technolgiewerte wurden derweil von einem Medienbericht bewegt. Apple schmiedet Medienberichten zufolge ein Bündnis mit Microsoft gegen den Suchmaschinen-Spezialisten Google. Apple verhandele mit dem Softwarekonzern darüber, die Google-Suche auf dem «iPhone» durch Microsofts Suchmaschine Bing zu ersetzen, berichtet die «BusinessWeek». Die Gespräche dauerten bereits einige Wochen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf zwei mit der Sache vertraute Personen. Sprecher sowohl von Apple als auch von Microsoft wollten dies allerdings nicht kommentieren. Apple-Titel fielen um 1,92 Prozent auf 210,91 Dollar, Papiere von Microsoft gaben um 1,74 Prozent auf 30,56 Dollar nach. Google-Titel sanken um 1,55 Prozent auf 578,49 Dollar. (awp/mc/pg/29)

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