US-Eröffnung: Sehr schwach – Gewinnmitnahmen nach Sorge um Banken

Im Fokus stünden zudem weitere Übernahmepläne, sagten Börsianer. Der im März etwas stärker als erwartet gefallene Sammelindex der Frühindikatoren belaste zusätzlich.


Der US-Leitindex fiel im frühen Verlauf um 2,84 Prozent auf 7.900,59 Zähler und damit erneut unter die technisch bedeutenden 8.000 Punkte. Der marktbreite S&P-500-Index sackte um 3,21 Prozent auf 841,69 Zähler ab. An der Technologiebörse NASDAQ verlor der Composite-Index 3,33 Prozent auf 1.617,39 Zähler. Für den Auswahlindex NASDAQ 100 ging es um 3,16 Prozent auf 1.311,19 Punkte runter.


Finanzwerte bleiben auch zum Wochenstart mit neu vorgelegten Zahlen das Topthema an den Börsen. Wie andere Institute in den Vortagen auch hatte die Bank of America (BoA) zwar deutlich über den Analystenprognosen liegende Gewinne für das erste Quartal präsentiert. Allerdings sieht die Bank «extrem schwierige Herausforderungen» vor sich und vor allem die sich verschlechternde Kreditqualität stelle ein Problem dar. Die BoA-Aktie brach am Dow-Ende um 14,06 Prozent auf 9,11 US-Dollar ein, die Papiere der Citigroup rutschten um 12,60 Prozent auf 3,19 Dollar ab.


Eli Lilly hielten sich nach Zahlen mit minus 0,56 Prozent auf 33,56 Euro besser als der Markt. Der US-Pharmakonzern hatte zu Jahresbeginn der Wirtschaftskrise getrotzt und den Umsatz im ersten Quartal um fünf Prozent zum Vorjahreszeitraum gesteigert. Damit hatte Eli Lilly laut Börsianern die Erwartungen des Marktes übertroffen. Der Gewinn war um 24 Prozent gewachsen.


Übernahmepläne bilden laut Händlern das zweite grosse Gesprächsthema. Explosionsartig sprangen die Aktien des Computerkonzerns Sun Microsystems mit 36,02 Prozent auf 9,10 Dollar nach oben. Nachdem sich der weltgrösste Computerhersteller IBM vor kurzem zurückgezogen hatte, will jetzt der Softwarehersteller Oracle den Konzern für insgesamt 7,4 Milliarden Dollar inklusive Schulden übernehmen. Das Sun-Management willigte ein. Je Aktie bietet Oracle 9,50 Dollar. Die Papiere von Oracle verbilligten sich um 3,62 Prozent auf 18,37 Dollar. (awp/mc/ps/25)

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