US-Eröffnung: Uneinheitlich – Banken treiben Standardwerte hoch

«Äusserungen von Bernanke vom Wochenende, dass die Rezession in den USA wahrscheinlich noch in diesem Jahr enden wird, sollte wieder zu mehr Vertrauen führen», sagte Matt Buckland, Händler bei CMC Markets.


Der Dow Jones stieg um 0,94 Prozent auf 7.292,16 Zähler und setzte damit seine Erholung fort. Vor einer Woche war der US-Leitindex noch fast bis auf 6.500 Zähler gefallen. Der marktbreite S&P-500-Index legte um 1,14 Prozent auf 765,18 Zähler zu. An der Technologiebörse NASDAQ verlor der Composite-Index knappe 0,01 Prozent auf 1.431,42 Zähler. Der NASDAQ 100 fiel um 0,42 Prozent auf 1.163,57 Punkte.


Konjunkturdaten malten unterdessen weiterhin ein düsteres Bild. So haben sich die Geschäftsaussichten im Verarbeitenden Gewerbe im US-Bundesstaat New York weiter eintrübt und sind erneut auf ein Rekordtief gesunken. Ein Analyst hob als einzig positiven Aspekt die stabilisierte Beschäftigungskomponente hervor. Unterdessen ist die Industrieproduktion stärker als erwartet gesunken.


Banken setzten sich wie bereits in den vergangenen Tagen an die Spitze im Dow Jones. Als Antrieb verwiesen Händler auf Aussagen der britischen Barclays . Wie bereits zahlreiche andere Grossbanken verbreitet nun auch das britische Bankhaus Optimismus und spricht von einem guten Geschäft in den ersten Monaten des Jahres 2009. Daraufhin gewannen Aktien der Citigroup an der Indexspitze 20,22 Prozent auf 2,14 Dollar, für Titel der Bank of America ging es ebenfalls um deutliche 10,59 Prozent auf 6,37 Dollar nach oben.


Aktien von General Electric (GE) profitierten von einem Analystenkommentar und legten um 3,43 Prozent auf 9,95 Dollar zu. Die UBS senkte zwar das Kursziel für die Titel, allerdings entfernten die Experten ihre kurzfristige Verkaufsempfehlung. Das Risiko für weitere negative Nachrichten in naher Zukunft sei nun begrenzt, hiess es zur Begründung.


Die Liste der Verlierer führten derweil die Aktien des angeschlagenen Autobauers General Motors (GM) mit minus 7,72 Prozent auf 2,51 Dollar an. Händler begründeten dies mit Aussagen von GM-Nordamerikachef Troy Clark auf CNBC. Demzufolge hätten sich die US-Absätze im März ähnlich wie im Januar und Februar entwickelt. Im Januar war der US-Absatz von GM um 49 Prozent eingebrochen, im Februar gar um mehr als 50 Prozent.


Bei den Technologietiteln stiegen Cisco Systems um 0,58 Prozent auf 15,60 Dollar. Der Netzwerkausrüster will einem Medienbericht zufolge erstmals eigene Server auf den Markt bringen und würde damit in das angestammte Geschäft bisheriger Partner-Unternehmen wie Hewlett-Packard (HP) und IBM vordringen. Wie das «Wall Street Journal» berichtet, dürfte das Unternehmen auf einer für diesen Montag angesetzten Pressekonferenz das neue Produkt vorstellen. (awp/mc/ps/25)

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