US-Eröffnung: Uneinheitlich – Gemischte Konjunkturdaten

Das von der Uni Michigan ermittelte Verbrauchervertrauen fiel indes leicht besser aus und half dabei, dass sich die Indizes im Verlauf wieder etwas erholen konnten.


Die Indizes der Standardwerte blieben an der Wall Street leicht im Minus, während an der Technologiebörse Nasdaq steigende Kurse zu verzeichnen waren. Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) verlor am Nachmittag 0,14 Prozent auf 10.158,32 Punkte. Zwischenzeitlich war der US-Leitindex aber schon bis auf 10.083 Punkte abgerutscht. Der breiter gefasste S&P-500-Index lag noch mit 0,09 Prozent auf 1.085,83 Punkte im Minus. An der Technologiebörse Nasdaq drehten die Indizes dagegen ins Plus: Der Auswahlindex Nasdaq-100 gewann 0,36 Prozent auf 1.836,61 Punkte. Der Composite-Index stieg um 0,49 Prozent auf 2.229,58 Punkte.


Einzelhandelsaktien standen mit den gemischt ausgefallenen Konjunkturdaten im Fokus, zeigten aber keine grösseren Kursreaktionen. Papiere des Handelsriesen Wal-Mart gaben um 0,23 Prozent auf 51,10 US-Dollar nach. Aktien des Kaufhauskonzerns JCPenney verloren 0,11 Prozent auf 26,24 Dollar. Bei der Baumarktkette Home Depot sanken die Anteilsscheine um 1,10 Prozent auf 32,36 Dollar.


Ohne vorliegende Nachrichten waren Pharmawerte im Dow Jones unter den grössten Gewinnern. Die Aktien von Pfizer legten um 2,95 Prozent auf 15,35 Dollar zu und waren der beste Wert im Leitindex. Merck & Co gewannen 1,05 Prozent auf 34,63 Dollar. Im S&P-500-Index zählten National Semiconductor zu den führenden Werten und legten um 3,55 Prozent auf 14,01 Dollar zu. Wie am Vorabend vermeldet worden war, waren Margen und Umsatz des Chipkonzerns im vierten Quartal besser als erwartet augefallen. Die Nachfrage ziehe nach einem Horrorjahr für die Chipindustrie wieder an, hiess es.


Eine vereinbarte Kooperation mit dem kanadischen BlackBerry-Konzern Research In Motion sorgte bei den Aktionären von Motorola für gute Stimmung. Die Aktien des Handyherstellers stiegen um 2,92 Prozent auf 7,04 Dollar. Dell drehten ins Plus und gewannen zuletzt ebenfalls 0,38 Prozent auf 13,12 Dollar. Zuvor hatten die Aktien darunter gelitten, dass die US-Börsenaufsicht SEC derzeit die Buchhaltungspraxis und die Beziehungen des Computerherstellers zu Intel untersucht.


Die in den USA gehandelten BP-Papiere knüpften im vorbörslichen Handel an ihre Erholung des Vortags an und gewannen 4,42 Prozent auf 34.23 Dollar. Auch im europäischen Handel waren die Titel gefragt, nachdem Händler sie für überverkauft hielten. Das Ausmass der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko wird indes immer dramatischer. Nach offiziellen Messungen ist wesentlich mehr Öl ins Meer geflossen als bislang angenommen. Von der US-Regierung beauftragte Forscher korrigierten ihre Schätzungen deutlich nach oben. Ein hochrangiger BP-Mitarbeiter soll gegenüber einem Analysten gesagt haben, dass sich die Umweltschäden sogar auf 3 bis 6 Milliarden Dollar belaufen könnten. Anadarko stiegen gar um 5,67 Prozent. (awp/mc/pg/26)

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