US-Eröffnung: Uneinheitlich – IBM und GE enttäuschen am Markt

So hatten International Business Machines (IBM) und General Electric es nicht geschafft, die Wall Street mit ihren Bilanzen zu überzeugen. „Der Markt fragt sich angesichts jüngster Unternehmenszahlen, ob es die Börsen schaffen, in diesem Jahr ein Wachstum wie im vergangenen Jahr hinzubekommen“, hiess es von Börsianern. Die jüngste Schwäche bei Technologietiteln hatte beim Nasdaq Composite am Vortag bereits zu dem stärksten Tagesminus seit November geführt. Auch ein stärker als erwartet aufgehelltes Konsumklima konnte die Kurse im frühen Handel nicht nachhaltig heben.


Der Leitindex Dow Jones Industrials verlor im frühen Handel 0,18 Prozent auf 12.544,94 Punkte. Der marktbreite SP-500-Index rückte dagegen um 0,05 Prozent auf 1.427,03 Zähler vor. Der Nasdaq-Composite-Index fiel um 0,18 Prozent auf 2.438,78 Punkte. Der technologielastige Auswahlindex NASDAQ 100 verlor 0,17 Prozent auf 1.790,56 Punkte.


Aktien von International Business Machines (IBM) fielen im frühen Handel 4,40 Prozent auf 95,07 Dollar. Der weltgrösste Computerkonzern verfehlte trotz eines deutlichen Umsatz- und Gewinnanstiegs die hohen Erwartungen der Börsianer. Zwar habe IBM mit beiden Kennzahlen leicht über den Analystenprognosen gelegen – am Aktienmarkt wurde aber laut Händlern zuletzt auf ein noch besseres Ergebnis des „Big Blue“ spekuliert.


Papiere von General Electric (GE) gaben 1,97 Prozent auf 37,25 Dollar ab. Der amerikanische Mischkonzern erfüllte im vierten Quartal 2006 die Erwartungen der Analysten und bestätigte seinen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr. Allerdings werden die Bilanzen für 2001 bis 2005 sowie für die ersten drei Quartale 2006 wegen Zinsswaps neu ausgewiesen. Dies hat laut GE den Nettogewinn des vergangenen Quartals um 343 Millionen Dollar geschmälert. Die US-Börsenaufsicht SEC hatte technische Mängel bei diesen Absicherungsmassnahmen gegen Währungsschwankungen moniert.


Motorola legten dagegen 1,71 Prozent 19,03 Dollar zu. Der amerikanische Telekomausrüster rechnet für das laufende Quartal mit 10,4 bis 10,6 Milliarden US-Dollar Umsatz. Gleichzeitig bestätigte die Gesellschaft ihre A nfang Januar vorgelegten vorläufigen Zahlen für das Schlussquartal 2006. Während der Umsatz von 10,04 Milliarden Dollar auf 11,79 Milliarden stieg, halbierte sich der Überschuss auf 624 Millionen Dollar.


Schlumberger gewannen 3,63 Prozent auf 60,00 Dollar. Der Öl-Zulieferer wies dank eines im Vergleich zum Vorjahr um ein Drittel gestiegenen Umsatzes 71 Prozent mehr Nettogewinn aus. Börsianern zufolge überraschte die Bilanz sowohl beim Umsatz als auch beim Ertrag positiv.


Papiere der Citigroup reagierten mit einem Minus von 0,64 Prozent auf 54,04 Dollar auf die von Analysten positiv bewerteten Zahlen zum vierten Quartal. Der Gewinn vor Sonderposten stieg leicht, und mit Erträgen von 23,83 Milliarden Dollar wurde die Analystenprognose von 22,45 Milliarden übertroffen. Zudem wird die Bank ihre Dividende um zehn Prozent erhöhen. (awp/mc/ab)

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