US-Eröffnung: Verluste – Unternehmenszahlen und Konjunkturdaten belasten

Ausserdem sei der Ölpreis wieder etwas gestiegen. Neben dem milliardenschweren Verlust der American International Group und einem langsameren Umsatzwachstum beim weltgrössten Einzelhändler Wal-Mart, drückten auch die vor Handelsbeginn veröffentlichten wöchentlichen Arbeitsmarktdaten auf die Stimmung. Sie waren überraschend schlecht ausgefallen. Für etwas Aufwind sorgte im frühen Handel die unerwartet gestiegene Zahl der schwebenden Hausverkäufe, für eine Rückkehr in die Gewinnzone reichte das aber nicht.


Der Leitindex Dow Jones (DJIA) gab 0,81 Prozent auf 11.561,79 Zähler ab. Der marktbreite S&P-500-Index verlor 0,64 Prozent auf 1.280,88 Zähler. An der NASDAQ büsste der Composite-Index 0,35 Prozent auf 2.370,14 Punkte ein. Der NASDAQ 100 verlor 0,30 Prozent auf 1.889,58 Punkte.


Die mit Enttäuschung aufgenommen Zahlen der American International Group (AIG) lasteten auf der gesamten Finanzbranche. Der Versicherungskonzern hatte am Mittwoch nach Börsenschluss von einem neuerlichen Milliardenverlust im zweiten Quartal berichtet und die Markterwartungen verfehlt. Der Konzern erlitt mit dem Minus von 5,4 Milliarden Dollar (3,5 Mrd Euro) den dritten hohen Verlust in Folge und musste neue milliardenschwere Abschreibungen vornehmen. Analysten äusserten sich kritisch. Sie gehen davon aus, dass der Versicherer noch weitere Verluste vor sich hat. Die Aktien rutschten um 16,91 Prozent auf 24,17 Dollar ab.


Uneinheitlich zeigten sich unterdessen die Titel von Einzelhändlern. Wal-Mart rutschten nach enttäuschenden Juli-Umsätzen 3,62 Prozent auf 58,56 Dollar ab. Costco Wholesale gewannen dagegen nach einem Umsatzanstieg von 10 Prozent um 0,79 Prozent auf 66,24 Dollar. Noch besser entwickelten sich die Titel von J.C. Penney , die 6,99 Prozent auf 33,81 Dollar gewannen. Der Einzelhändler hatte zwar einen grösseren Umsatzeinbruch erlitten als erwartet, aber seine Gewinnprognose für das zweite Quartal auf 0,50 bis 0,52 Dollar angehoben.


Aktien von VeriSign rutschten unterdessen nach Zahlen 11,25 Prozent auf 30,07 Dollar ab. Der Anbieter von Sicherheitssoftware hat wegen Umstrukturierungskosten im zweiten Quartal seinen Verlust im Vergleich zum Vorjahr ausgeweitet. Ohne diese Belastungen hätte das Unternehmen 0,25 Dollar je Aktie verdient und die Analystenerwartungen übertroffen. (awp/mc/pg/30)

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