US-Schluss: Dow im Minus – Legt aber Schlussspurt hin

Marktteilnehmern zufolge hätten einige Investoren die hohen Kursabschläge unmittelbar nach Börseneröffnung als übertrieben erachtet und entsprechend bei als billig erachteten Titeln zugegriffen. Noch besser schlugen sich Technologieaktien, die im Schnitt letztlich kaum verändert schlossen. Sie profitierten Händlern zufolge von positiv aufgenommenen Gerüchten um einen Aktienspilt bei den Papieren von Apple.


Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) gab um 0,51 Prozent nach auf 10.321,03 Punkte, war aber zwischenzeitlich um über 1,8 Prozent abgesackt. Für den marktbreiten S&P-500-Index ging es um 0,21 Prozent auf 1.102,94 Zähler nach unten. An der Technologiebörse Nasdaq sank der umfassende Composite Index um moderate 0,08 Prozent auf 2.234,22 Punkte und der Nasdaq 100 legte um minimale 0,02 Prozent auf 1.812,91 Zähler zu.


Am Dow-Ende verbilligten sich die Aktien von Coca-Cola um 3,70 Prozent auf 53,12 US-Dollar. Der weltgrösste Erfrischungsgetränke-Hersteller nimmt den Vertrieb im wichtigen Heimatmarkt selbst in die Hand. Coca-Cola erwirbt das Nordamerika-Geschäft seines grössten Abfüllers Coca-Cola Enterprises.


Zahlen gab es ebenfalls von einigen Unternehmen. So konnte etwa der Generikahersteller Mylan mit dem Zahlenwerk zum vierten Quartal die durchschnittlichen Analystenerwartungen übertreffen. Titel von Mylan schnellten um 6,59 Prozent auf 20,70 Dollar nach oben.


Heinz-Aktien gaben um marktkonforme 0,57 Prozent auf 45,66 Dollar nach. Das 19. Quartal in Folge konnte die für ihren Ketchup berühmte Firma aus eigener Kraft zulegen. Konzernchef William Johnson begründete das Abschneiden mit einem starken Wachstum in den Schwellenländern sowie einem gut laufenden Endkundengeschäft in den USA und Grossbritannien. Dagegen hatte Australien enttäuscht.


Unter den Technologietiteln gewannen die Papiere von Apple 0,73 Prozent auf 202,01 Dollar. Gerüchten zufolge plant der «iPhone»-Hersteller einen Aktiensplit im Verhältnis 1:4. Ein Sprecher des Unternehmens sagte aber, dass kein solcher Schritt geplant sei.


Das Geschäft beim Smartphone-Hersteller Palm läuft indes deutlich schlechter als erwartet. Das Unternehmen räumte ein, dass seine Geräte bei den Verbrauchern schlechter ankommen als erhofft. Das Umsatzziel für das noch bis Ende Mai laufende Geschäftsjahr werde klar verfehlt, hiess es. Analysten fürchten nun, dass das Unternehmen als Übernahmekandidat an Attraktivität verliert. Zuvor war spekuliert worden, dass sich Nokia, Dell Computer, Microsoft oder Research In Motion für Palm interessieren könnten. Die Aktien des Smartphone-Herstellers stürzten um 19,28 Prozent auf 6,53 Dollar ab.


Halbleiterunternehmen wie Intel, Texas Instruments und Advanced Micro Devices (AMD) schliesslich konnten vor diesem Hintergrund nicht von einer positiven Branchenmeldung profitieren. Laut einer Analyse vom Marktforschungsunternehmen Gartner dürfte der weltweite Halbleiterumsatz im laufenden Jahr kräftig wachsen. Der Erlös werde um 19,9 Prozent auf 276 Milliarden Dollar steigen, hatte es am Mittwoch nach US-Handelsschluss geheissen. 2012 rechnen die Experten dann mit einem Überschreiten der 300-Milliarden-Dollar-Marke. Im übernächsten Jahr werde der weltweite Halbleiterabsatz bei 304 Milliarden Dollar liegen. Die Papiere der Unternehmen verloren dennoch zwischen 0,34 und 2,11 Prozent. (awp/mc/pg/32)

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