US-Schluss: Dow Jones schwächelt – Grosser Verfall

Der Dow Jones ging mit minus 0,19 Prozent auf 8.539,73 Zähler aus dem Handel. Im Wochenvergleich sackte der US-Leitindex um knapp drei Prozent ab. Der marktbreite S&P-500-Index beendete den Freitag mit plus 0,31 Prozent auf 921,23 Zähler. An der Technologiebörse NASDAQ fiel das Plus hingegen deutlicher aus – der Composite-Index gewann 1,09 Prozent auf 1.827,47 Zähler. Im Wochenvergleich verlor er jedoch rund 1,2 Prozent. Der Auswahlindex NASDAQ 100 legte am Freitag um 1,20 Prozent auf 1.471,23 Zähler zu.


Die Aufmerksamkeit der Anleger lag denn auch insbesondere auf dem Technologiesektor. So sorgte Goldman Sachs für Nachfrage, nachdem die Titel von Microsoft auf die «Conviction Buy List» genommen wurden. Die Kombination aus besseren Umsatztreibern, verbessertem Kostenmanagement und beträchtlichen Barbeständen biete mehr Möglichkeiten für Gewinnüberraschungen, begründete Analystin Sarah Friar in ihrer aktuellen Studie. Die Aktien gewannen 2,43 Prozent auf 24,07 Dollar.


Auch Apple gehörten zu den Gewinnern. Das neue iPhone ist nun in den Läden zu haben. Bereits hunderttausende Geräte seien über Vorbestellungen verkauft worden, teilte Vertriebspartner AT&T mit. Das iPhone 3G habe die eigenen Erwartungen übertroffen, hiess es weiter. Die Apple-Aktien stiegen um 2,65 Prozent auf 139,48 Dollar.


Unterdessen verloren die Aktien von Research In Motion (RIM) nach Zahlen 4,72 Prozent auf 72,94 Dollar. Der kanadische BlackBerry-Hersteller steigerte zwar seinen Quartalsgewinn und übertraf damit die Prognosen, Händler zeigten sich aber vom Ausblick enttäuscht.


Bei den Bankwerten zogen JPMorgan das Interesse auf sich. Die Analysten von Robert W. Baird sehen eine attraktive Einstiegsgelegenheit, da sich die Titel zuletzt unterdurchschnittlich entwickelt hätten. Unterdessen erwartet die US-Bank für die frühzeitige Rückzahlung der Staatshilfen eine Strafzahlung in Höhe von 1,1 Milliarden Dollar, die das Ergebnis im zweiten Quartal um 0,27 Dollar schmälern werde. Die Aktie zeigte sich von der Unternehmensbekanntgabe unbeeindruckt und stieg um 2,43 Prozent auf 35,00 Dollar.


Anders erging es AMBAC Financial, dessen Titel um 9,60 Prozent auf 1,13 Dollar abstürzten. Händler verwiesen als Belastung darauf, dass der Anleiheversicherer den Markteintritt seiner Kommunal-Anleihen-Sparte Everspan verschieben muss, nachdem von externen Investoren kein ausreichendes Kapital zur Verfügung gestellt wurde. (awp/mc/ps/33)

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