US-Schluss: Konjunktursorgen lassen Wall Street abkühlen

Kursverluste bei Konjunkturzyklikern seien durch Gewinne im Energie- und Technologiesektor kompensiert worden.


Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) stieg um 0,1% bzw 6 Punkte auf 10.255. Der S&P-500 legte um 0,4% bzw 4 Punkte auf 1.103 zu. Der Nasdaq-Composite rückte um 1,0% bzw 22 Punkte auf 2.303 vor. Umgesetzt wurden 1,22 (Mittwoch: 1,35) Mrd Aktien. Dabei verzeichneten 1.923 Titel Kursgewinne, während 1.076 Verlierer gesehen wurden und 128 Titel unverändert schlossen.


Unter den Konjunkturdaten des Tages stagnierte der ISM-Index für das Dienstleistungsgewerbe im Mai auf dem Niveau des Vormonats, während Volkswirte einen leichten Anstieg erwartet hatten. Der Auftragseingang der US-Industrie stieg im April weniger stark als erhofft. Gleiches galt für die Produktivität ausserhalb der Landwirtschaft im ersten Quartal.


Vom US-Arbeitsmarkt kamen unterdessen widersprüchliche Signale: Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sanken in der vergangenen Woche stärker als erwartet. Der Arbeitsmarktbericht des privaten Dienstleisters ADP wies jedoch einen deutlich geringeren Stellenzuwachs auf als von Volkswirten prognostiziert. Nun warte der Markt gespannt auf den offiziellen Arbeitsmarktbericht am Freitag, hiess es.


Neben der Unsicherheit vor der Veröffentlichung dieses wichtigen Berichts hätten Bedenken mit Blick auf die finanziellen Probleme einiger Euro-Länder den Markt gebremst. Der Fall des Euro unter die Marke von 1,22 USD habe viele Anleger vorsichtiger agieren lassen.


Kursverluste verzeichneten vor allem die Aktien konjunktursensitiver Unternehmen wie Alcoa. Der Kurs des Aluminiumkonzerns fiel um 1,0% auf 11,37 USD. DuPont gaben um 1,1% auf 35,78 USD nach. Die Aktien der im DJIA gelisteten Ölkonzerne tendierten uneinheitlich, obwohl der Ölpreis gestiegen war. Chevron fielen um 0,3% auf 73,91 USD, während Exxon Mobil um 1,3% auf 61,56 USD zulegten.


Gesucht waren ferner Cisco Systems, die um 1,6% auf 23,72 USD stiegen, und Microsoft, die um 1,5% höher bei 26,86 USD schlossen. Home Depot gaben unterdessen um 1,3% auf 33,43 USD nach. Wal-Mart schlossen unverändert bei 51,72 USD. Einige Unternehmen der Einzelhandelsbranche hatten enttäuschende Mai-Umsatzdaten vorgelegt. (awp/mc/pg/31)

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