US-Schluss: Sehr schwach – US-Daten und Citigroup belasten

«Die Fed hat gesagt, die Inflation sei weiterhin ein Problem», fügte Ryan Detrick, technischer Stratege bei Schaeffer’s Investment Research, hinzu. Er verwies auf Aussagen der US-Notenbank, die die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Leitzinssenkung im Dezember verringert hätten.


Der Leitindex Dow Jones Industrial (DJIA) gab um 2,60 Prozent auf 13.567,87 Punkte nach und schloss damit nur wenig über seinem Tagestief bei 13.550,39 Punkten. Der marktbreite S&P-500-Index verlor 2,64 Prozent auf 1.508,44 Zähler. An der NASDAQ fiel der Composite-Index um 2,25 Prozent auf 2.794,83 Zähler. Für den NASDAQ 100 ging es um 1,87 Prozent auf 2.197,07 Punkte bergab.


Die Citigroup-Aktie war nach negativen Studien mit minus 6,89 Prozent auf 38,51 US-Dollar Schlusslicht im Dow Jones. CIBC-Analystin Meredith Whitney schrieb, die Bank brauche 30 Milliarden Dollar und könnte Ausschüttungen über Jahre zurückfahren. Entsprechend hält die Analystin eine Kürzung der Dividende, den Verkauf von Vermögenswerten, eine Kapitalerhöhung oder eine Kombination für möglich. Sie stufte die Aktie von «Sector Performer» auf «Sector Underperformer» ab. Credit Suisse nahm das Rating von «Outperform» auf «Neutral» zurück und das Kursziel von 55 auf 45 Dollar. Das Vertrauen in die kurz- und mittelfristigen Aussichten der Bank habe abgenommen, hiess es zur Begründung.


Bank of America fielen um 5,32 Prozent auf 45,71 Dollar. CIBC hatte die Titel von «Sector Outpferomer» auf «Sector Performer» gesenkt. Die Analysten rechnen wegen der Turbulenzen an den Finanzmärkten mit sinkenden Umsätzen für die zweitgrösste Bank der USA. Auch andere Bankenwerte zeigten sich schwach.


Für Sprint Nextel ging es um 3,04 Prozent auf 16,58 Dollar nach unten. Der Telekomkonzern hatte im dritten Quartal wegen Kundenverlusten im Mobilfunkgeschäft einen deutlichen Gewinnrückgang verbucht. Ohne Einmaleffekte lag der Gewinn je Aktie (EPS) mit 0,23 Dollar etwas über den Analystenschätzungen. Der Umsatz verfehlte hingegen die Erwartungen.


Exxon Mobil büssten 3,79 Prozent auf 88,50 Dollar ein. Der weltgrösste börsennotierte Ölkonzern hatte im dritten Quartal wegen niedrigerer Margen im Raffinerie-Geschäft weniger Gewinn erwirtschaftet als im Vorjahr und zugleich die Erwartungen des Marktes verfehlt.


Nach US-Absatzzahlen für den Oktober gehörten auch Autowerte zu den Verlierern. General Motors (GM) büssten 4,95 Prozent auf 37,25 Dollar ein. Der Autobauer hatte zwar mehr Fahrzeuge auf dem heimischen Markt verkauft als ein Jahr zuvor. Um Verkaufstage bereinigt sank die Zahl jedoch um ein Prozent. Für Ford Motor ging es um 4,17 Prozent auf 8,50 Dollar nach unten. Das Unternehmen musste einen merklichen Absatzrückgang hinnehmen.


Eastman Kodak gaben um 3,14 Prozent auf 27,76 Dollar nach. Der Anbieter von Fotoausrüstung hatte es im dritten Quartal dank eines Umsatzanstiegs bei Digitalkameras und besserer Margen wieder in die Gewinnzone geschafft. Die Umsätze ging dagegen leicht zurück. Für 2007 bestätigte das Unternehmen seinen operativen Gewinnausblick.


Amylin-Papiere verloren 3,31 Prozent auf 43,53 Dollar. Händler verwiesen auf eine klinische Studie zum Diabetesmittel-Kandidaten Exenatide. Während frühere Studien eine grössere Effektivität des Medikaments bei der Gewichtsabnahme belegt hatten als das ältere Amylin-Präparat Byetta, zeigten die neuen Versuche hier keine Unterschiede. Amylin entwickelt Exenatide zusammen mit dem Pharmakonzern Eli Lilly – dessen Aktie verlor 2,55 Prozent auf 52,77 Dollar. (awp/mc/ab)

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