US-Schluss: Uneinheitlich – Arbeitsmarktbericht

Nach den kräftigen Kursgewinnen der jüngeren Vergangenheit warteten die Investoren auf konkretere Zeichen für eine Stabilisierung der Wirtschaft, hiess es am Markt. Zudem hätten einige Marktteilnehmer Gewinne mitgenommen.


Der Dow Jones stieg um 0,15 Prozent auf 8.763,13 Zähler. Auf Wochensicht konnte der weltweit bekannteste Index damit um gut drei Prozent zulegen. Der marktbreite S&P-500-Index verlor am Freitag 0,25 Prozent auf 940,09 Zähler. An der Technologiebörse NASDAQ gab der Composite-Index um 0,03 Prozent auf 1.849,42 Zähler nach. Für den Auswahlindex NASDAQ 100 ging es um 0,03 Prozent auf 1.493,21 Punkte nach oben.


General Motors (GM) belegten an ihrem letzten Tag im Dow Jones mit einem Aufschlag von 15,95 Prozent auf 0,865 US-Dollar mit Abstand den ersten Indexplatz. Der insolvente Autobauer will ab dem Jahr 2011 operativ wieder in die Gewinnzone zurückfahren. Dann soll es zumindest vor Steuern und Zinslasten ein Plus von drei Milliarden Dollar geben, wie aus beim Insolvenzgericht in den USA eingereichten Dokumenten hervorgeht. Allein für das laufende Jahr befürchtet die bisherige Opel-Mutter aber nochmals einen Verlust von 17,5 Milliarden Dollar (12,3 Mrd Euro) vor Steuern.


Alcoa profitierten Händlern zufolge von der geplanten Kooperation der beiden britisch-australischen Rohstoffunternehmen Rio Tinto und BHP Billiton. Die Titel des US-Aluminiumkonzerns kletterten um 2,34 Prozent auf 10,94 Dollar. Der weitere Einstieg von Chinesen bei Rio Tinto ist geplatzt. Man habe sich mit dem chinesischen Staatskonzern Chinalco nicht über die Bedingungen für den Ausbau der Beteiligung einigen können, hatte Rio Tinto in der Nacht zum Freitag in Sydney mitgeteilt.


Die Experten von Merrill Lynch sorgten bei zwei Schwergewichten für kräftige Bewegungen. Boeing sprangen um 4,11 Prozent auf 52,65 Dollar nach oben, nachdem die Experten ihr Kursziel für die Titel des Flugzeubauers angehoben hatten. DuPont hingegen rutschten um 5,96 Prozent auf 27,00 Dollar ab. Hier hatten die Analysten ihre Einstufung für die Papiere des Chemiekonzerns gesenkt.


Wal-Mart drehten nach einem schwachen Beginn ins Plus und gingen mit einem Aufschlag von 0,39 Prozent auf 51,07 Dollar aus dem Handel. Der weltgrösste Einzelhändler hatte die Börsianer mit einer Dividendenerhöhung erfreut. Ausserdem will das Unternehmen eigene Aktien für 15 Milliarden Dollar aufkaufen. Das neue Programm ersetzt ein vorheriges aus dem Jahr 2007 in gleicher Höhe, das bis auf 3,4 Milliarden Dollar ausgeschöpft wurde.


Apple legten nach einem positiv aufgenommen Pressebericht um 0,65 Prozent auf 144,67 Dollar zu. Dem «Wall Street Journal» zufolge wird der Chef des «iPhone»- und «Mac»-Herstellers, Steve Jobs, aus seiner Krankheits-Auszeit bald wieder auf seinen Posten zurückkehren. (awp/mc/ps/36)

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