US-Schluss: Uneinheitlich – Dow Jones gut behauptet

Dies verlautete aus Händlerkreisen. Der Leitindex Dow Jones (DJIA) gewann 0,38 Prozent auf 11.659,90 Zähler. Im Wochenverlauf verlor er 0,63 Prozent. Der marktbreite S&P-500-Index stieg am Freitag um 0,41 Prozent auf 1.298,20 Zähler. An der NASDAQ sank der Composite-Index hingegen um 0,05 Prozent auf 2.452,5 Punkte. Der NASDAQ 100 verlor 0,35 Prozent auf 1.957,56 Punkte. Die Gewiner an der New York Stock Exchange und die Verlierer trennten sich im nahezu gleichen Verhältnis.


Das von der Universität von Michigan erhoben Konsumklima hatte sich im August Kreisen zufolge weniger deutlich aufgehellt als erwartet. Der entsprechende Index stieg von 61,2 Punkten im Vormonat auf 61,7 Punkte, Volkswirte hatten einen Anstieg auf 62,0 Punkte erwartet. Aktien von Lockheed Martin stiegen mit plus 3,08 Prozent auf 116,67 Dollar an die Spitze des Dow Jones. Ölwerte sackten im Zuge des sinkenden Ölpreises ans Index-Ende. Chevron gingen mit minus 1,96 Prozent auf 84,25 Dollar als schwächster Dow-Wert ins Wochenende. ExxonMobil verloren 0,58 Prozent auf 77,06 Dollar. ConocoPhillips sanken um 2,15 Prozent auf 7,66 Dollar.


Aktien der Fluggesellschaften legten zu. AMR stiegen um 4,08 Prozent auf 11,74 Dollar. UAL gewannen an der NASDAQ 11,74 Prozent auf 14,18 Dollar und waren damit der stärksten Werte im NASDAQ 100 Index. Mit einer Kapitalspritze rückten US Airways in den Blick. Die Titel gewannen 1,81 Prozent auf 9,02 Dollar. Die verlustreiche Fluggesellschaft beschaffte sich über die Ausgabe neuer Aktien insgesamt 179 Millionen Dollar frisches Kapital. Der Lufthansa-Partner platzierte die Papiere für 8,50 Dollar je Aktie. Die sechstgrösste unter den klassischen US-Fluggesellschaften leidet wie die Konkurrenz unter hohen Treibstoffpreisen und Überkapazitäten.


Finanzwerte bewegten sich sehr volatil. Die Investoren sorgten sich vor weiteren Verlusten im Zusammenhang mit der Finanzkrise, das der Wohnungsmarkt weiterhin leide. Unter dem Druck der Justiz zahlen weitere US-Banken ihren Kunden Milliardensummen für durch die Kreditkrise unverkäuflich gewordenen Anleihepapiere. Der Finanzkonzern JPMorgan und die Investmentbank Morgan Stanley kaufen Privatanlegern im Zuge eines Vergleichs Spezial-Anleihen für gut sieben Milliarden Dollar ab. Die viertgrösste US-Bank Wachovia zahlt rund acht Milliarden Dollar. Die Aktien von Merrill Lynch stiegen um 1,19 Prozent auf 26,29 Dollar. Wachovia verloren hingegen 1,52 Prozent auf 15,57 Dollar.


MBIA-Aktien stiegen um 8,43 Prozent auf 11,19 Dollar. Händler verwiesen darauf, dass die Ratingagentur Standard & Poor’s den negativen Aspekt in ihrer Bewertung fallen gelassen habe. Die Aktien würden nicht länger mit dem Zusatz «negative credit watch» geführt, hiess es. Der negative Ausblick wurde indes beibehalten. Agilent Technologies stiegen um 0,53 Prozent auf 36,37 Dollar. Die Analysten von Needham hatten die Aktien nach Vorlage von Zahlen mit «Buy» bestätigt. Das Unternehmen habe in einem rauen Umfeld ein solides drittes Quartal ausgewiesen, schrieb Analyst John Harmon in einer Studie. (awp/mc/ps/01)

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