US-Schluss: Uneinheitlich – Dow kaum verändert

Der marktbreite S&P-500-Index fiel hingegen um 0,10 Prozent auf 939,14 Zähler. An der Technologiebörse NASDAQ verlor der Composite-Index 0,38 Prozent auf 1.842,40 Zähler. Für den Auswahlindex NASDAQ 100 ging es um 0,32 Prozent auf 1.488,49 Punkte nach unten.


Zwischenzeitlich waren alle führenden Indizes ins Plus gestiegen. Der Dow Jones war bis auf 8.823,97 Punkte geklettert. Händler sprachen von der Hoffnung auf ein baldiges Ende der Rezession. Ein Aktienhändler in New York verwies auf Aussagen von Nobelpreisträger Paul Krugman, der vorher gesagt habe, die Wirtschaft werde sich erholen und voraussichtlich bis September aus der Rezession heraus sein. Dies habe die Kurse zwischenzeitlich beflügelt.


Die Finanztitel zählten zu den besonders gefragten Werten im Dow Jones. American Express stiegen mit plus 2,81 Prozent auf 25,65 Dollar an die Index-Spitze. JPMorgan folgten mit plus 2,43 Prozent auf 35,39 Dollar. Bank of America legten um 1,69 Prozent auf 12,06 Dollar zu.


Einige Finanzkonzerne dürfen Presseberichten zufolge wohl schon bald die vom Staat erhaltenen Hilfsgelder zurückzahlen. Dazu gehören laut «Wall Street Journal» die Grossbanken JPMorgan und Goldman Sachs. Die «New York Post» nennt des Weiteren American Express, Morgan Stanley und State Street. Die Genannten hatten bereits signalisiert, dass sie sich stark genug fühlten, um ohne Staatsgeld zurechtzukommen. American Express bewegten sich mit plus 1,84 Prozent auf 25,40 Dollar am deutlichsten.


Home Depot gewannen 1,61 Prozent auf 24,56 Dollar. Walt Disney stiegen um 1,52 Prozent auf 25,33 Dollar.


Für Aufsehen sorgte der Mac- und iPhone-Hersteller Apple: Er schickt gegen die wachsende Konkurrenz im Handy-Markt ein neues, schnelles Modell seines populären iPhone in den Ring. Das «iPhone 3G S» soll in den USA und Deutschland ab 19. Juni erhältlich sein, wie Marketing-Chef Phil Schiller ankündigte. Mit seinem neuen Betriebssystem «Snow Leopard» kommt Apple zudem Microsofts «Windows 7» um einen Monat zuvor. Die Aktien von Apple verloren dennoch 0,57 Prozent auf 143,85 Dollar, Microsoft gaben 0,41 Prozent auf 22,05 Dollar nach. Der US-Telekomkonzern AT&T hält nach dem Start seines neuen iPhone-Angebots an seinen Zielen für seine Mobilfunksparte fest, die Aktie gab um 0,65 Prozent auf 24,40 Dollar nach.


Im Leitindex Dow Jones wurden an diesem Montag zwei Titel ausgetauscht: Der Netzwerkausrüster Cisco Systems und der Versicherer The Travelers nahmen die Plätze von General Motors (GM) und der angeschlagenen Bank Citigroup ein. GM hatte in der vergangenen Woche Insolvenz angemeldet und will die Produktion mittelgrossen Lkws nach jahrelangen vergeblichen Verkaufsversuchen nun Ende Juli stilllegen. Die Citigroup gehört zu den grössten Verlierern der Finanzkrise und wird staatlich gestützt. Die Aktien des Indexneulings The Travelers stiegen um 1,08 Prozent auf 43,92 Dollar. Die Aktien von GM schnellten um 39,88 Prozent auf 1,21 Dollar in die Höhe.


Aktien von McDonald’s fielen um 1,92 Prozent auf 58,72 Dollar. Die weltgrösste Schnellrestaurantkette befürchtet für das zweite Quartal hohe Belastungen wegen negativer Währungseffekte. Insgesamt werde der Gewinn um 8 bis 9 Cent je Aktie belastet, teilte McDonald’s mit. Im Schnitt rechen Analysten bisher mit einem Quartalsgewinn von 95 Cent je Aktie. Im Mai setzte McDonald’s trotz Konjunkturkrise weltweit mehr um als vor einem Jahr, allerdings verlangsamte sich das Wachstum. (awp/mc/ps/33)

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