US-Schluss: Wenig verändert – Gewinnabgaben nach Fed-Minutes

Die Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses FOMC seien sich einig, dass die Inflationsrisiken der grösste Grund für Sorgen sei und weitere Zinserhöhungen möglich seien, teilte die US-Notenbank zu ihrer Sitzung am 12. Dezember mit.


Der Dow Jones ging nach einer Berg- und Talfahrt noch mit plus 0,09 Prozent auf 12.474,52 Punkte aus dem Geschäft – zwischenzeitlich war er bis auf 12.580,35 Punkte gestiegen. Der marktbreite SP-500-Index gab um 0,12 Prozent auf 1.416,60 Zähler nach. An der NASDAQ stieg der Composite-Index um 0,33 Prozent auf 2.423,16 Punkte. Der technologielastige Auswahlindex NASDAQ 100 legte um 0,14 Prozent auf 1.759,37 Zähler zu.


Aktien von General Motors (GM) gingen nach einer negativen Studie und US-Absatzzahlen als Dow-Jones-Schlusslicht mit minus 4,13 Prozent auf 29,45 US-Dollar aus dem Geschäft. Der weltgrösste Autohersteller hat 2006 im Heimatmarkt deutlich eingebüsst. Der Absatz in den Vereinigten Staaten sei im vergangenen Jahr um neun Prozent auf 4,1 Millionen gesunken, teilte das Unternehmen mit. Im Dezember sei der Absatz von GM um zehn Prozent auf 341.327 Fahrzeuge gefallen. Zudem hatte die Bank of America die Aktien bereits zuvor von „Neutral“ auf „Sell“ abgestuft.


Exxon Mobil litten unter dem rückläufigen Ölpreis und verloren 3,29 Prozent auf 74,11 Dollar. Die Titel des Aluminiumkonzerns Alcoa verbilligten sich wegen sinkender Rohstoffnotierungen um 2,27 Prozent auf 29,33 Dollar.


Amazon.com gaben nach einem kritischen Analystenkommentar um 1,93 Prozent auf 38,70 Dollar nach. Die Citigroup senkte Amazon.com von „Hold“ auf „Sell“ und reduzierte das Kursziel für die Aktie von 35 auf 34 US-Dollar. Die derzeitige Bewertung beinhalte ein „einfach nicht erreichbares“ Wachstum der operativen Margen, hiess es in einer Studie vom Mittwoch.


Dagegen stiegen Papiere von Wal-Mart um 2,97 Prozent auf 47,55 Dollar und war damit bester Wert im Leitindex. Der weltgrösste Einzelhandelskonzern hatte am Samstagabend seine Absatzzahlen für Dezember veröffentlicht. Im abgelaufenen Monat sei der Umsatz um 1,6 Prozent gestiegen. Wenige Wochen zuvor war Wal-Mart noch von einem unveränderten bis maximal einprozentigem Umsatzplus ausgegangen.


Titel von Home Depot gewannen 2,27 Prozent auf 41,07 Dollar. Die US-Baumarktkette bekommt einen neuen Chef. Der Vorstandsvorsitzende und Präsident Robert Nardelli trete mit sofortiger Wirkung zurück, teilte der Konzern mit. Sein Nachfolger werde Frank Blake, der bislang als Vize-Präsident agierte. Offenbar begrüsse der Markt nach der jahrelang glanzlosen Kursentwicklung den Führungswechsel, sagten Händler. (awp/mc/ab)

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