USA verklagen BP und andere Firmen wegen Ölpest

Damit seien sie für die grösste Ölpest in der Geschichte der USA verantwortlich zu machen, sagte US-Justizminister Eric Holder am Mittwoch in Washington gemäss dem veröffentlichten Redetext. Es handle sich um eine Zivilklage mit dem Ziel, die Unternehmen für alle entstandenen Kosten haftbar zu machen – also etwa für die Aufräumarbeiten sowie die wirtschaftlichen und ökologischen Schäden der Ölpest.


Nicht haftbar
Transocean erklärte auf Anfrage, in dieser Frage nicht haftbar zu sein. Subunternehmer seien bei Ölbohrungen in der Vergangenheit mit Bezug auf den «Oil Pollution Act of 1990» niemals für Verunreinigungen belangt worden, sagte ein Firmensprecher am Donnerstag gegenüber AWP. Das Unternehmen beruft sich auf das geltende Recht sowie die Verträge zwischen BP und Dritten sowie Aussagen von BP.


Schadenersatz in Milliardenhöhe
Transocean war Eignerin der explodierten Plattform «Deepwater Horizon». In dem Verfahren will die US-Regierung in vollem Umfang Schadenersatz in Milliardenhöhe für die Bekämpfung der Ölpest. Ausserdem drohen den Unternehmen im Falle einer Verurteilung hohe Strafzahlungen, gemäss ersten Analystenkommentaren 1’100 bis zu 4’300 USD pro ausgelaufenem Barrel Öl. Dies macht bei ca. 4,9 Mio Barrel ausgetretenem Öl eine mögliche Gesamtsumme von 5,4 Mrd bis 21,1 Mrd USD.  (awp/mc/ss/30)

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