Vale sichert sich Milliarden-Kredit für Xstrata-Kauf

Ein Konsortium aus zwölf Grossbanken habe Vale eine Kreditzusage in Höhe von 50 Mrd USD gegeben, berichteten die britische «Sunday Times» und die brasilianische Tageszeitung «O Estado de Sao Paulo» am Wochenende.


Vorbereitungen für die Übernahme
Laut «Sunday Times» flog Vale-Finanzchef Fabio Barbosa in der vergangenen Woche nach London, um sich mit den Vertretern der Banken zu treffen. Zum Konsortium unter Führung der HSBC gehören demnach unter anderem Santander (BSCH) , BNP Paribas , Lehman Brothers , Credit Suisse und die Citigroup . Des Weiteren soll sich Vale-Chef Roger Agnelli mit dem brasilianischen Präsidenten Lula da Silva getroffen haben, um grünes Licht für die Übernahme zu erhalten. Die brasilianische Regierung kontrolliert 53% an Vale.


Finanzierung dürfte noch einige Zeit brauchen
Einem Bericht des britischen «Observer» zufolge dürfte Vale dagegen noch einige Zeit brauchen, um die Finanzierung auf die Beine zu stellen. Grund sei die Vorsicht der Banken nach den Tumulten an den Märkten weltweit. Das Übernahmeangebot in Höhe von insgesamt 80 Milliarden US-Dollar könnte Vale allerdings schon in dieser Woche vorlegen, so die Zeitung weiter. Vale will laut «Observer» den Zukauf zur Hälfte in bar und zur anderen Hälfte in Vorzugsaktien bezahlen.


Gespräche über eine mögliche Fusion bestätigt
Xstrata hatte Mitte Dezember Gespräche mit Konkurrenten über eine mögliche Fusion bestätigt. Seitdem ranken sich Spekulationen um Interessenten und die Höhe eventueller Angebote. Vale und Anglo American werden als wahrscheinlichste Käufer gehandelt. Vale hatte erst vor einer Woche Gespräche mit dem Xstrata-Management bestätigt. Die Übernahme wird auf ein Volumen von 80 bis 90 Mrd USD geschätzt.


Bewegung in der Konsolidierung der Rohstoffbranche
In die Konsolidierung der Rohstoffbranche ist seit November vergangenen Jahres Bewegung gekommen. BHP Billiton hatte damals ein Übernahmeangebot für den Wettbewerber Rio Tinto vorgelegt und damit die Konkurrenz wachgerüttelt. Bei einem Zusammenschluss der beiden Grossunternehmen würde der mit Abstand grösste Rohstoffkonzern entstehen. Allerdings lehnt Rio Tinto die erste unverbindliche Offerte von drei BHP-Aktien für ein eigenes Papier als zu niedrig ab. Bis zum 6. Februar muss BHP nun ein offizielles Angebot unterbreiten. (awp/mc/ab)

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