Versicherer: Finanzkrise noch nicht überwunden

Auch der Chef des weltgrössten Rückversicherers Munich Re , Nikolaus von Bomhard, sieht noch keinen Grund für eine Entwarnung. «Es bestehen weiterhin Risiken für die Bilanzen der Banken und für die Konjunktur», sagte Bomhard der Zeitschrift. Zugleich warnte Bomhard vor «exorbitanten Renditen». Diese seien nicht nachhaltig realisierbar, «wenn die entsprechenden Risiken transparent gemacht werden», erklärte Bomhard. «Es gibt eine persönliche Verantwortung des Managements, nicht alles mitzumachen, was kurzfristig höhere Renditen verspricht.»


Swiss Re zuversichtlicher
Zuversichtlicher für die Branche äusserte sich der Chef des Schweizer Rückversicherers Swiss Re, Stefan Lippe: «Die Bilanzen wie auch die Erträge der Versicherer und Rückversicherer sollten sich weiter verbessern», schreibt Lippe in der Fachzeitschrift.


Milliardengewinne
Die Munich Re hatte im dritten Quartal zwar wieder einen kräftigen Gewinn eingefahren, sich für das Gesamtjahr 2009 aber vorsichtiger gezeigt. Statt des zunächst angepeilten Gewinnziels von 2,5 Milliarden Euro nannte das Unternehmen im November eine Spanne von 2,2 bis 2,5 Milliarden Euro. Europas grösster Versicherer Allianz fuhr in den ersten neun Monaten einen Gewinn von 3,2 Milliarden Euro ein, gab aber im November für das Gesamtjahr kein Gewinnziel aus. Die Unsicherheit über die Entwicklung an den Märkten sei nach wie vor signifikant, sagte Allianz-Vorstand Oliver Bäte bei der Bilanzvorlage für das dritte Quartal. (awp/mc/ps/01)

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