VW will bis 2018 weltgrösster Autobauer werden

Die Zahl der weltweiten Auslieferungen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 Prozent auf 6,29 Millionen Fahrzeuge. Der weltweite Personenwagen-Marktanteil erhöhte sich von 10,3 Prozent auf 11,4 Prozent. Konzernvertriebsvorstand Christian Klingler sagte am Montag auf der Autoshow in Detroit, zwar sei branchenweit die Talsohle erreicht. Auch 2010 werde aber «herausfordernd». Der weltweite Automarkt zeige keine durchgreifende Erholungstendenz. Eine konkrete Absatzprognose wollte Klingler nicht abgeben. VW habe aber eine hervorragende Ausgangsposition. Grosse Hoffnung setzt VW neben den neuen Modellen auch in neue Werke in Indien, Russland und den USA.


Toyota als Nummer 1 ablösen
Volkswagen will bis zum Jahr 2018 weltgrösster Autobauer werden und Toyota ablösen. Derzeit ist VW hinter den Japanern und dem US-Autobauer General Motors (GM) die Nummer drei auf dem Globus. Toyota und GM haben ein schwieriges Jahr hinter sich.  Im laufenden Jahr werden sich die einzelnen Märkte laut VW- Prognose unterschiedlich entwickeln. Während in China und den USA Zuwächse erwartet werden, kommt es in Deutschland und Westeuropa nach dem Auslaufen von staatlichen Konjunkturprogrammen wie der deutschen Abwrackprämie zu Einbrüchen.


China-Absatz um fast 37 Prozent gesteigert
2009 profitierte VW vor allem von seiner Stärke in China, Deutschland und Brasilien. Auf dem grössten Einzelmarkt China steigerte der Konzern seinen Absatz um fast 37 Prozent auf 1,4 Millionen Fahrzeuge, in Brasilien wuchs der Absatz um 8,7 Prozent auf rund 688.000 Autos. In Deutschland legte VW vor allem dank der Abwrackprämie konzernweit um 17,5 Prozent auf 1,24 Millionen Autos zu.


Audi mit Absatzminus
Unter den einzelnen Marken erzielte die Konzern-Kernmarke Volkswagen Pkw einen Zuwachs von 7,8 Prozent auf 3,95 Millionen Fahrzeuge. Skoda lag bei einem Plus von 1,4 Prozent auf 684.000 Autos. Audi dagegen verzeichnete ein Absatzminus von 5,4 Prozent auf rund 950.000 Fahrzeuge, allerdings war der Rückgang nicht so schlimm wie befürchtet. Ein Sorgenkind ist nach wie vor die spanische Marke Seat. Der Absatz der VW-Tochter ging vor allem wegen des Einbruchs des spanischen Marktes um 8,6 Prozent auf rund 337.000 Autos zurück. Volkswagen Nutzfahrzeuge bekam die Wirtschaftskrise ebenfalls zu spüren. Der Absatz sank um fast 21 Prozent auf rund 355.000 Fahrzeuge. (awp/mc/ps/28)

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