Wal-Mart mit starkem Quartal

Gerade dies könnte aber die Wall Street verstimmen, denn die Analysten hatten sich für die Zukunft doch etwas mehr Gewinn erhofft. Die Wal-Mart-Aktie legte im vorbörslichen Handel zunächst zu und drehte dann aber ins Minus.


Gewinn steigt auf 86 Cent je Aktie
Wie Wal-Mart mitteilte, stieg der Gewinn aus fortgeführtem Geschäft von Mai bis Juli von 3,1 auf 3,4 Milliarden Dollar oder von 75 auf 86 Cent je Aktie. Unter dem Strich wies Wal-Mart einen Nettogewinn von 3,45 (Vorjahr: 2,95) Milliarden Dollar oder 87 (Vorjahr: 72) Cent je Aktie aus. Analysten hatten im Schnitt mit 84 Cent gerechnet. Der Umsatz erhöhte sich von 91,99 auf 101,6 Milliarden Dollar.


Profiteur der gegenwärtigen Krise
Angesichts steigender Benzin- und Lebensmittelpreise gehört Wal-Mart als Discounter zu den Profiteuren der gegenwärtigen Krise. Der Konzern baut derzeit viele seiner Filialen um, um mehr Kunden anzulocken und versucht zudem die Kosten zu drücken. Laut Vorstandschef Lee Scott hat sich diese Strategie ausgezahlt. Es seien mehr Kunden in die Wal-Mart-Märkte gekommen, die dort auch mehr Geld ausgegeben hätten. Deshalb sei der Konzern auch zuversichtlich, dass er in der momentanen wirtschaftlichen Lage gut aufgestellt sei.


Prognose angehoben
Für das im Januar endende Geschäftsjahr stellt der Einzelhändler einen Gewinn je Aktie zwischen 3,43 und 3,50 Dollar in Aussicht. Bisher lag die Zielspanne bei 3,30 bis 3,43 Dollar. Für das dritte Quartal erwartet Wal-Mart einen Gewinn zwischen 73 und 76 Cent je Aktie. Die Wall-Street-Analysten gehen von 3,49 Dollar Gewinn im Gesamtjahr und 76 Cent im dritten Quartal aus.


Unzulässige Einmischung in Präsidentschafts-Wahlkampf?
Wal-Mart bekommt derzeit neuen Ärger mit den Gewerkschaften, weil sich der Konzern unzulässig in den US-Wahlkampf eingemischt haben soll. Tausende von leitenden Angestellten seien in Versammlungen gewarnt worden, bei einem Sieg des Demokraten Barack Obama drohten dem Konzern Nachteile durch neue Mitarbeiter-Gesetze. (awp/mc/pg/24)

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