Weiterer DEWB-Rückzug von Jenoptik – Aufsichtsmandat abgegeben

Er werde den Vorsitz des Kontrollgremiums zum 30. Dezember abgeben, teilte die Gesellschaft am Montag in Jena mit. Als Grund wurde genannt, dass die Jenoptik AG ihre DEWB-Anteile im Verlauf dieses Jahres deutlich unter 20 Prozent gesenkt habe. Zudem habe die DEWB, die sich mit Risikokapital an jungen Technologiefirmen beteiligt, ihre Restrukturierung abgeschlossen.


Grösste Konzerntochter verkauft
Der Jenoptik-Konzern hat sich unter der Leitung von Alexander von Witzleben von mehreren Bereichen getrennt. In diesem Jahr wurde mit der M+W Zander Holding AG (Stuttgart) die grösste Konzerntochter mit einem Umsatzvolumen von rund 1,5 Milliarden Euro verkauft. Damit zog sich Jenoptik aus dem Geschäft mit dem Bau von Fabriken für die Elektronikindustrie und Gebäudedienstleistungen zurück und beschränkt sich nun auf optische Systeme, Laser und Sensoren.

Rückzug bei der DEWB AG schrittweise vollzogen
Der Rückzug bei der DEWB AG, die während des Börsenbooms Ende der 1990er Jahre hohe Gewinne für Jenoptik einfuhr und später für Verluste sorgte, wurde in den vergangenen Jahren schrittweise vollzogen. Den Aufsichtsratsvorsitz soll von Witzlebens bisheriger Stellvertreter Eckart von Reden übernehmen. Die DEWB ist derzeit an 13 kleineren Technologiefirmen vor allem aus dem Optik-Bereich beteiligt. Ihr Aufsichtsrat soll nach der nächsten Hauptversammlung auf drei Mitglieder halbiert werden.


Gewinn von 1,4 Millionen Euro erzielt
Die Jenaer Beteiligungsgesellschaft hat von Januar bis September 2006 einen Gewinn von 1,4 Millionen Euro erzielt. Im Vorjahreszeitraum waren es bei deutlich höheren Verkaufserlösen nur 1,0 Millionen Euro. Die Gesellschaft steigt mit Kapital bei Firmen ein und verkauft oft Jahre später ihre Anteile oder Aktien wieder – möglichst mit Gewinn. (awp/mc/gh)

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