WEKO genehmigt Fusion der Frühzustell-Organisationen

Dies teilt die WEKO am Freitag mit. Als kartellrechtlich unproblematisch erachtet die WEKO, dass gleichzeitig die Post die Mehrheit an search.ch an die Tamedia verkauft, heisst es weiter. Die vertiefte Prüfung der WEKO sei zum Schluss gekommen, dass die neue Organisation in der vorgesehenen Form eine marktbeherrschende Stellung innehätte, wenn nicht gleichzeitig genügende Möglichkeiten für Marktzutritte offen bleiben würden. Ein alternativer Verteiler könnte sich ohne die NZZ-Gruppe und Tamedia als Kunden kaum etablieren. Aus diesem Grund untersage die Weko, dass diese in die neue Frühzustellungsorganisation eingebunden werden. Diese ist somit von der Post allein zu führen, so die WEKO.


Wermutstropfen
Die Post sowie die Medienhäuser NZZ-Gruppe und Tamedia begrüssen den Entscheid der Wettbewerbskommission, der Übertragung der Frühzustellung grundsätzlich zuzustimmen. Die drei Unternehmen bedauern jedoch, dass sich die NZZ-Gruppe und Tamedia nicht wie geplant an der neuen Gesellschaft beteiligen dürfen, teilen die drei Partner am Freitag mit. Die Post sowie die beiden Medienhäuser haben sich im Grundsatz darauf verständigt, trotz dieser Auflagen an der Übertragung der Frühzustellung sowie an der Beteiligung von Tamedia am Verzeichnisportal search.ch festzuhalten, heisst es weiter.


Post erweitert Dienstleistungspalette
In den nächsten Tagen werden die Post sowie die NZZ-Gruppe und Tamedia den Entscheid der Wettbewerbskommission analysieren und prüfen, welche Änderungen an den abgeschlossenen Verträgen notwendig sind, um die Auflagen umzusetzen und den Aufbau der neuen Zustellorganisation rasch voranzutreiben. Mit der neuen Gesellschaft entstehe unter der Führung der Post eine Frühzustellorganisation für die Deutschschweiz. Die Post erweitere damit ihre Palette an Dienstleistungen aus einer Hand um Angebote im Bereich Frühzustellung, so die drei Partner weiter.


Tamedia übernimmt 75% an search.ch
Gleichzeitig mit der Übertragung der Frühzustellung übernimmt Tamedia 75% des Verzeichnis- und Serviceportals search.ch von der Post. Tamedia will das Portal, das derzeit 2,85 Mio Unique Clients (Wemf Net-Metrix August 2009) erreicht, insbesondere im Verzeichnisbereich weiterentwickeln. Die Schweizerische Post bleibt mit 25% weiterhin an search.ch beteiligt. (awp/mc/ps/09)

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