Weltbank veröffentlicht ersten internen Anti-Korruptionsbericht

Korruption sei eines der wichtigsten Hindernisse bei der Entwicklung der armen Staaten, lenke Ressourcen von den Armen zu den Reichen, führe zu Störungen bei den öffentlichen Ausgaben, erhöhe die Kosten der Verwaltung und schrecke internationale Anleger ab, so Wolfensohn damals in einer Rede.

Nur Einzelheiten angeführt

Im ersten Anti-Korruptionsbericht sind nun Einzelheiten über den Kampf gegen Korruption innerhalb der Weltbank sowie bei Weltbank-finanzierten Projekten der letzten fünf Jahre (1999 – 2004) angeführt.

Mehr als 300 Firmen sanktioniert

Von 1999 bis 2004 hat die Weltbank demnach mehr als 300 Firmen oder Einzelpersonen wegen Korruptionsfällen oder Betrug sanktioniert. Die Strafen reichen von einer Rüge bis zum unbegrenzten Ausschluss von weiteren Geschäften mit der Weltbank und Anzeige an die Behörden.

Auch europäische Firmen dabei

Neben zahlreichen Firmen aus Indonesien sind auch Unternehmen aus Kambodscha, Nigeria, Indien, sowie aus den USA, Kanada, Frankreich und Grossbritannien sanktioniert worden.

Neun Kündigungen aufgrund von Korruptionsfällen
Im Finanzjahr 2004 waren zwölf Mitarbeiter der Weltbank der Korruption oder des Betruges oder anderer Pflichtverletzungen überführt worden, davon wurden neun gekündigt und drei mit anderen Mitteln sanktioniert.

Schwarze Liste im Internet

Die Weltbank sei die einzige multilaterale Organisationen, die die Ergebnisse ihres Sanktionsprozesses veröffentliche. Die «schwarze Liste» der betroffenen Firmen und Personen kann im Internet eingesehen werden.

Jährliches Erscheinen geplant
Der Bericht der Anti-Korruptionsabteilung wurde jetzt zum ersten Mal veröffentlicht, weil der Weltbank-Vorstand erstmals im Vorjahr Grünes Licht für die Publikation gab. Der Bericht werde von nun an jährlich erscheinen, auch nach dem erwarteten Wechsel an der Spitze der Weltbank bzw. dem Abgang von Wolfensohn, versicherte de Jong. (awp/mc/mad)

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