Wieder US-Banken zusammengebrochen

Experten rechnen mit weiteren Pleiten unter den noch rund 8400 US-Banken. Die Einlagen aller drei Finanzhäuser übernahmen nach Angaben der Behörden zwei Wettbewerber. Somit würden keine Kunden ihr Geld verlieren. Die amerikanische Einlagensicherung FDIC rechnet durch das Aus der drei Häuser für sich mit Belastungen von insgesamt rund 2,3 Milliarden US-Dollar. Schwerwiegendster Fall war in Newport Beach (Kalifornien) die Sparkasse Downey Savings & Loan mit einer Bilanzsumme von 12,8 Milliarden Dollar (10,2 Mrd Euro). Ihr Kollaps war insgesamt der drittgrösste in diesem Jahr in den USA.


Noch 117 US-Banken gefährdet
Der bislang gewichtigste Banken-Zusammenbruch der US-Geschichte war Ende September die Pleite der einst führenden US-Sparkasse Washington Mutual mit einer Bilanzsumme von mehr als 300 Milliarden Dollar. Zweitgrösster Fall des laufenden Jahres war im Juli die Hypothekenbank IndyMac (32 Mrd Dollar). Die FDIC (Federal Deposit Insurance Corp.) erhöhte zuletzt die Zahl der nach ihrer Ansicht derzeit vom Aus bedrohten Banken auf landesweit 117.


U.S. Bancorp übernimmt Einlagen
Ebenfalls in Kalifornien brach zum Wochenende die 3,7 Milliarden Dollar schwere PFF Bank & Trust in Pomona zusammen. Die Einlagen der zwei kalifornischen Institute wurden von der Grossbank U.S. Bancorp übernommen, der gemessen an der Bilanzsumme sechstgrössten US-Bank.


Konzentrationsprozess
Die Finanzkrise treibt in den USA die Konzentration in der noch sehr zersplitterten Bankenlandschaft deutlich voran. Besonders einige Finanzkonzerne wollen sich nach Milliardenverlusten mit Geschäften an der Wall Street im stabileren Privatkundengeschäft verstärken. Kleinster Fall war zum Wochenende die Community Bank in Loganville (Georgia) mit einer Bilanzsumme von 681 Millionen Dollar. Ihre Kundengelder übernahm die Bank of Essex mit Hauptsitz im Bundesstaat Virginia. (awp/mc/ps/01)

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