Yuan auf Rekordhoch – China aber gegen «Schocktherapie»

Entsprechend hatte sich Xiaochuan gegen eine «Schocktherapie» gewandt. Die Wechselkursreform werde nur schrittweise erfolgen, sagte Zhou am Sonntag am Rande der Jahrestagung von Währungsfonds (IWF) und Weltbank in einer Rede im Institute of International Finance (IIF).


«Komplizierte Kunst»
Im Westen werde westliche Medizin bevorzugt, die «schnell und drastisch» wirke, während Chinesen traditionelle Medizin vorzögen, die langsamer anspreche und den verschiedenen Kräutern mehr Zeit gebe, um Wirkung zu zeigen, sagte der Zentralbankchef laut amtlicher Nachrichtenagentur Xinhua. Die Handhabung der chinesischen Währung sei eine «komplizierte Kunst». Es müssten die Inflation, Arbeitslosigkeit, das Bruttoinlandsprodukt und die Leistungsbilanz berücksichtigt werden.


Währungskrieg
Seit Mitte Juni hat der Yuan allein um mehr als zwei Prozent gegenüber dem Dollar zugelegt. Die USA werfen China vor, seine Währung künstlich unterzubewerten, um seine Exporte zu verbilligen und sich dadurch Handelsvorteile zu verschaffen. China will aus Rücksicht auf seine Exportindustrie und wegen seines noch unzureichend entwickelten Währungssystems nur eine schrittweise Aufwertung verfolgen. (awp/mc/ps/06)

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