Zahl der Outsourcing-Deals bleibt trotz kleineren Volumina konstant

Dies ergibt der Sourcing Monitor «Schweiz Q2 2007» von Active Sourcing. Erstmals seit längerer Zeit kam es wieder zu einem neuen Abschluss im Telekommunikations-Sektor. So gab Orange Schweiz im Mai ihren Auslagerungs-Entscheid bekannt. EDS übernimmt als Dienstleister einzelne IT-Bereiche für mehr als fünf Jahre. Im Rahmen des Abkommens wechseln 53 Orange-Mitarbeitende zu EDS.


Rund einen Monat später konnte auch Swisscom IT Services (SCIS) einen signifikanten Vertragsabschluss verbuchen: Der Facility-Services-Anbieter ISS übergibt SCIS neben dem Rechenzentrumsbetrieb auch LAN-, WAN-, Telefonie-, Printer- und Desktop-Management.

16 Deals mit einem TCV von 463 Mio. Franken
Innerhalb der letzten zwölf Monate wurden in der Schweiz 16 IT-Outsourcing-Verträge mit einem TCV von mehr als zehn Millionen Franken unterzeichnet. Da im zweiten Quartal 2007 die wirklich grossen Deals ausblieben, sank das Gesamtvolumen aller Verträge im rollenden Jahresvergleich von 732 auf 463 Millionen. Trotz massiv geringerem Volumen bleibt die Anzahl Deals konstant: In der Schweiz kam es innerhalb der letzten zwölf Monate zu 16 Vertragsabschlüssen. Der durchschnittliche TCV beträgt hierbei 30.5 Millionen (Median), bei einer Laufzeit von im Schnitt 4.8 Jahren.


Ein kurzer Rückblick: Waren es vor zwölf Monaten noch 13 Oursourcing-Deals mit einem gesamten TCV von 1.12 Milliarden, so sind es aktuell 16 Abkommen mit gerade einmal 463 Millionen Vertragsvolumen.


Telco-Sektor lagert vermehrt aus
Banken und Versicherungen dominieren den Markt weiterhin, wenn auch weniger stark. Zwölf von 16 IT-Outsourcing-Abkommen wurden von Unternehmen aus der Finanzbranche unterzeichnet. In Deutschland haben Telekommunikationsunternehmen (Telco) bereits vermehrt ihre Informatik ausgelagert – dieser Trend lässt sich nun erstmals auch in der Schweiz anhand fester Zahlen belegen. In den anderen Branchen bleibt es weiterhin ruhig. Fakt ist jedoch, dass aktuell Outsourcing-Abkommen mit einem TCV von weniger als zehn Millionen im Trend sind. Hier lagern auch Unternehmen anderer Branchen aus.

Neugeschäft rund ein Drittel des Marktes
In den letzten zwölf Monaten ist es gemäss dem Monitoring zu sechs Neuabschlüssen, sechs Providerbestätigungen sowie vier Providerwechseln gekommen. In der rollenden Jahresbetrachtung konstant geblieben ist die Anzahl Neuabschlüsse. Wirft man einen Blick auf Zahlen früherer Ausgaben des «Sourcing Monitors», so zeigt sich ein konsistentes Bild: In der Schweiz machen Neuabschlüsse rund einen Drittel des Marktes aus. War das Neugeschäft nach TCV im letzten Quartal vergleichsweise unbedeutend, so nehmen Erst-Auslagerungen nun eine gewichtigere Rolle ein. 157 von insgesamt 463 Millionen Franken TCV entfallen auf Neuabschlüsse, was einem Marktanteil von immerhin 34 Prozent entspricht. Der durchschnittliche TCV eines neuen Outsourcing-Deals liegt bei 26 Millionen Franken. (mc/pg)

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