ABB-CEO: Vom Iran-Konflikt bislang «nicht allzu sehr betroffen»

ABB-CEO: Vom Iran-Konflikt bislang «nicht allzu sehr betroffen»
Morten Wierod, CEO ABB. (Foto: ABB)

Zürich – Der Elektrotechnikkonzern ABB sieht sich vom Iran-Konflikt in seinem Geschäft bislang «nicht allzu sehr betroffen». Die längerfristigen Auswirkungen würden eher in der Lieferkette spürbar, und zwar in den verschiedensten Bereichen, sagte ABB-CEO Morten Wierod in einem am Freitag online veröffentlichten Interview mit der Zeitschrift «Bilanz».

Allerdings habe ABB rund 1500 ABB-Mitarbeiter in der Region, betonte Wierod. «Und natürlich sind sie alle derzeit betroffen.» Das Unternehmen stehe in ständigem Kontakt mit ihnen, um sicherzustellen, dass es ihnen «in dieser sehr angespannten Situation so gut wie möglich geht».

Auch die US-Zölle hätten sich bisher «noch nicht so sehr» auf ABB ausgewirkt. Das meiste, was der Konzern in den Vereinigten Staaten verkaufe, werde auch dort hergestellt – der Rest stamme aus Kanada und Mexiko, so der ABB-Chef. Zehn Prozent der Komponenten würden in Europa produziert «Da fallen Zölle an, das ist allerdings durchaus üblich.» Das müsse über die Preisgestaltung ausgeglichen werden.

Wachstumsbeitrag von Akquisitionen
Bezüglich Akquisitionen verwies Wierod auf die ergänzenden Übernahmen, die ABB «immer wieder» tätige. «Übernahmen sollen ein bis zwei Prozent des Wachstums ausmachen, zusätzlich zu den fünf bis sieben Prozent organischem Wachstum.»

ABB sei auch offen für grössere Transaktionen. Aber solche Transaktionen lägen für ihn in der Grössenordnung des Kaufs des Motorenherstellers Baldor (4,2 Mrd Dollar). «Das steht für uns eher im Fokus als eine Zehn-Milliarden-Transaktion.»

Denn ABB müsse immer die Schwierigkeit der Integration berücksichtigen und natürlich auch die Frage, wie gut das Geschäft zum Konzern passe, betonte Wierod. Im Frühling hatte es Gerüchte um eine mögliche Übernahme der französischen Legrand mit einer Marktkapitalisierung von über 40 Milliarden Dollar gegeben. (awp/mc/ps)

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