ABB steigert Quartalsumsatz um 28 Prozent

Joe Hogan

ABB-CEO Joe Hogan.

Zürich – ABB hat im zweiten Quartal 2011 den Umsatz um 28% auf 9,68 Mrd USD (LW +17%) und den Auftragseingang um 29% auf 9,87 Mrd (LW +18%) gesteigert. Die Nachfrage nach Produkten zur Steigerung der Energieeffizienz, der industriellen Produktivität und Zuverlässigkeit der Stromversorgung habe im zweiten Quartal weiter angezogen, was in allen Divisionen zu einem höheren Auftragseingang als im ersten Quartal geführt habe, teilte ABB am Donnerstag mit.

Der EBIT erhöhte sich um 37% auf 1,33 Mrd USD und die EBIT-Marge auf 13,8% von 12,9% in der Vorjahresperiode. Wesentlich zu diesem Wachstum habe das Umsatzplus beigetragen, einschliesslich der Erträge der erworbenen Unternehmen. Ohne Einfluss der Übernahmen habe der Umsatzzuwachs bei 9% gelegen. Im Rahmen der Kostensenkungsinitiative wurden im Berichtsquartal Einsparungen von 270 Mio USD erzielt, wovon rund 50% aus dem optimierten Einkauf stammen. Die Kosten im Zusammenhang mit diesem Programm lagen bei 30 Mio USD. Der Reingewinn kletterte um 43% auf 893 Mio USD und der Cashflow aus Geschäftstätigkeit um 37% auf 891 Mio.

Zahlen über Analystenerwartungen
Damit hat ABB die Erwartungen der Analysten auf allen Ebenen übertroffen. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 9,16 Mrd USD, für den Auftragseingang bei 9,64 Mrd, für den EBIT bei 1,27 Mrd und für den Reingewinn bei 859 Mio USD. Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf den wichtigsten globalen Absatzmärkten von ABB bleiben nach Ansicht des Industriekonzerns günstig, obschon die makroökonomische Bedenken gestiegen seien. Mittelfristig werden die Schwellenländer die wichtigsten Wachstumstreiber bleiben.

Anhaltend wachsende Nachfrage erwartet
In den kommenden Quartalen werde jedoch auch in den entwickelten Märkten mit einer stetig wachsenden Nachfrage nach dem gesamten ABB-Portfolio gerechnet. So würden hohe Rohstoffpreise zu erhöhten Anlageinvestitionen führen und gleichzeitig die Ausgaben für Effizienz- und Produktivitätssteigerungen steigen lassen. Die potentielle Verlagerung weg von der Kernenergie und die hohen Ölpreise dürften nach Auffassung von ABB die Nachfrage nach energieeffizienten Energie- und Automationstechnologien weiter ankurbeln.

Profitable Wachstumschancen verfolgen
Während in einigen spätzyklischen Infrastrukturgeschäften noch Überkapazitäten bestünden, hätten sich die Preise in vielen Sektoren stabilisiert, schreibt ABB mit Blick auf den aktuellen Geschäftsgang. Das Unternehmen habe in ausgewählten Geschäftsfeldern Preiserhöhungen eingeleitet, teilweise zum Ausgleich der steigenden Rohstoffkosten. Auch im restlichen Jahresverlauf werde das ABB-Management seinen Fokus darauf legen, die Kosten anzupassen und gleichzeitig profitable Wachstumschancen zu verfolgen, organisch und durch Akquisitionen, heisst es weiter. (awp/mc/ps)

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