Adecco spürt Coronakrise auch im dritten Quartal

Alain Dehaze
Adecco-CEO Alain Dehaze. (Copyright by World Economic Forum/Jakob Polacsek)

Zürich – Adecco hat auch im dritten Quartal die Folgen der Coronakrise zu spüren bekommen. Allerdings fiel der Rückgang nicht mehr gar so stark aus wie im Frühling auf dem Höhepunkt der Krise und auch nicht so stark, wie es Experten erwartet hatten.

Der Umsatz in der Berichtswährung Euro nahm um 18 Prozent auf 4,84 Milliarden Euro ab. Bereinigt um Wechselkurseffekte und um die unterschiedliche Anzahl Arbeitstage resultierte ein Umsatzschwund von 15 Prozent, wie der Personaldienstleister am Dienstag mitteilte. Im zweiten Quartal hatte es noch einen Rücksetzer von 28 Prozent gegeben.

Nach Ländern war der Rückgang im wichtigen Markt Frankreich mit -18 Prozent leicht überdurchschnittlich. Gewachsen ist Adecco in Japan sowie mit dem Geschäft mit Laufbahnberatung, welches in der Krise üblicherweise gut läuft.

Schwarze Zahlen trotz Umsatzrückgang
Wie schon im zweiten Quartal schrieb das Unternehmen trotz des Umsatzrückgangs schwarze Zahlen. Der operative Gewinn (EBITA, bereinigt) nahm um 24 Prozent auf 220 Millionen ab, der Reingewinn um 55 Prozent auf 80 Millionen, wobei ein Abschreiber von 89 Millionen in Deutschland belastete. Mit den Resultaten übertraf Adecco die Erwartungen der Analysten (AWP-Konsens) durchwegs.

Im Ausblick gibt sich Adecco wie üblich relativ unkonkret. Die Umsätze im September seien um 14 Prozent zurückgegangen, und im Oktober habe sich eine weitere Verbesserung gezeigt. Das Unternehmen erwartet wegen der aktuellen Covid-Situation eine holprig verlaufende Erholung. (awp/mc/ps)

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