Alcon meldet mit BlackRock und The Capital Group zwei neue Grossaktionäre

Mike Ball
Alcon-CEO Mike Ball. (Foto: Novartis)

Zürich – Die Augenheilmittelfirma Alcon meldet zwei neue Grossaktionäre. Der US-Vermögensverwalter Blackrock sowie der US-Investmentmanager Capital Group halten gemäss Beteiligungsmeldungen der Schweizer Börse SIX, die am Dienstag aufgeschaltet wurden, einen Anteil von 5,37 bzw. 4,69 Prozent an Alcon.

Blackrock hält laut der SIX-Mitteilung konsolidiert 26,2 Millionen Aktien, was gemäss dem Alcon-Schlusskurs vom Montag einem Wert von rund 1,44 Milliarden Franken entspricht. Capital Group kommt auf rund 22,9 Millionen Alcon-Namenaktien und damit einen Beteiligungswert von 1,26 Milliarden Franken.

Entstanden sind die Beteiligungen letzte Woche durch die Abspaltung von Novartis (per 9.4.), denn beide US-Gesellschaften waren Aktionäre bei Novartis mit zuletzt gemeldeten Anteilen von 4,14 bzw. 3,004%. Beide haben ihre Beteiligung nach der Abspaltung aber aufgestockt – auch die Capital Group hielt gemäss den SIX-Meldungen kurzfristig (am 10.4.) leicht über 5% (5,09%), um danach (am 11.4.) den Anteil aber bereits wieder etwas abzubauen.

Deutlicher Kursanstieg am Montag
Die Alcon-Aktien gehört am Dienstag zu den grössten Gewinnern und legen um 09.50 Uhr bei allerdings gemässigten Umsätzen 1,9 Prozent auf 56,12 Franken. Bereits am (gestrigen) Montag war der Kurs deutlich nach oben (+2,0%) geschnellt, so dass nun die deutlichen Verluste vom am Freitag wieder wettgemacht sind. Zum aktuellen Kurs beträgt die Marktkapitalisierung des Börsenneulings fast 27,5 Milliarden Franken.

Händler führten das rege Kaufinteresse zum Wochenbeginn unter anderem auf einen positiven Artikel im viel beachteten US-Anlegermagazin Barron’s zurück. Alcon sei unter dem Dach des ehemaligen Mutterhauses Novartis über Jahre hinweg vernachlässigt worden und habe in dieser Zeit höchstens durchschnittliche Ergebnisse geliefert, hiess es dort.

Die Avance am Montag kam bei relativ hohen Volumen zustande. Es könnte also sein, dass neben Blackrock und Capital Group weitere Aktionäre eine Meldeschwelle überschritten haben. Ob dies der Fall ist, wird sich allerdings erst mit einer Verzögerung von eine paar Tagen zeigen.

Gemäss den SIX-Meldungen gibt es zwei weitere Aktionäre, die vor dem Alcon Spin-Off mehr als 3 Prozent an Novartis hielten und somit einen entsprechenden Anteil in Alcon erhalten haben. Es waren dies Novartis selbst mit einem Eigenanteil von 3,8 Prozent sowie die Sandoz-Familienstiftung mit einem gemeldeten Anteil von 3,3 Prozent.

Die Novartis-Aktionäre hatten im Rahmen des Spin-Off am 9. April jeweils für fünf Aktien einen Alcon-Titel erhalten. (awp/mc/ps)

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