Alpiq: Gewinn und Umsatz schrumpfen

Hans Schweickardt

Hans Schweickardt, VRP und Interims-CEO Alpiq.

Olten – Alpiq schliesst das dritte Quartal mit einem operativen Ergebnis (EBITDA) in Höhe von 721 Mio. CHF ab, was einem Rückgang gegenüber der Vorjahresperiode von 13,3 % entspricht. Der Rückgang des EBITDA wurde durch eine gute Produktion, die Qualität der Optimierung sowie den bereits umgesetzten Restrukturierungsmassnahmen gebremst, wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst.

Wie angekündigt rechnet das Unternehmen für das Gesamtjahr 2012 mit einem deutlich tieferen Ergebnis als im Vorjahr. Neben der bereits angekündigten Wertberichtigung aufgrund der Kündigung der Langzeitverträge durch Hidroelectrica könnten die angepassten Erwartungen betreffend Preisentwicklung zu weiteren Wertberichtigungen führen mit einer signifikanten Auswirkung auf das Jahresergebnis 2012. Aufgrund der anhaltenden Verschlechterung der Marktbedingungen sehen der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung die Notwendigkeit, das laufende Restrukturierungsprogramm zu verstärken. Zusätzliche Massnahmen werden daher zurzeit geprüft.

Neun-Monats-Umsatz um 5,3% rückläufig
Der Nettoumsatz von Alpiq ging in den ersten neun Monaten des Jahres aufgrund der geringeren Nachfrage und tieferer Strompreise um 5,3 % zurück auf 9,7 Mrd. CHF. Vor Berücksichtigung von Sondereinflüssen beliefen sich das EBITDA auf 721 Mio. CHF (-13,3 % im Vergleich zur Vorjahresperiode), das EBIT auf 368 Mio. CHF (-12,0 %) und der Gruppengewinn auf 144 Mio. CHF (-20,0 %). Im dritten Quartal 2012 verbessern der Sonderertrag aus dem abgeschlossenen Verkauf des Geschäftsfelds Energieversorgungstechnik, die zu erwartende Entschädigungszahlung aus dem Schiedsverfahren bezüglich eines Vertrags mit der polnischen PGE Gruppe sowie weitere Einmaleffekte das Betriebsergebnis (EBIT) netto um rund 200 Mio. CHF. Nach Berücksichtigung der Sondereinflüsse resultierte für die ersten neun Monate des Jahres nach IFRS ein Gruppengewinn von 171 Mio. CHF.

Operatives Ergebnis 2012 deutlich unter Vorjahr
Wie früher angekündigt, wird das operative Ergebnis für 2012 deutlich unter dem Vorjahr ausfallen. 2011 hatte Alpiq Wertberichtigungen in Höhe von 1,7 Mia. CHF vorgenommen. Ausserordentliche Ereignisse wie die im Juli 2012 angekündigte Kündigung des Langfristvertrags Hidroelectrica sowie die nochmals angepassten Erwartungen betreffend Preisentwicklung könnten zu weiteren Wertberichtigungen führen mit einer signifikanten Auswirkung auf das Jahresergebnis 2012.

Verstärkung des Restrukturierungsprogramms
In Anbetracht der Verschlechterung der Marktbedingungen sehen der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung die Notwendigkeit, das im November 2011 lancierte Restrukturierungsprogramm zu verstärken. Zurzeit werden zusätzliche Massnahmen geprüft. Das laufende Devestitionsprogramm wird fortgesetzt und um die Prüfung des Verkaufs der tschechischen Braunkohlekraftwerke Kladno/Zlin ergänzt. Verwaltungsrat und Geschäftsleitung werden die Arbeiten an der Neuausrichtung des Unternehmens fortsetzen.

Übertragung des Netzes an Swissgrid genehmigt
Der Verwaltungsrat hat ausserdem den Sacheinlagevertrag für die Übertragung der Netzanlagen an Swissgrid genehmigt. Die Übertragung geschieht am 31.12.2012. (Alpiq/mc/ps)

Alpiq: Schweizer Wurzeln – Engagement in Europa
Die Alpiq Holding AG ist seit ihrer Gründung 2009 das führende Energiehandelsunternehmen und die grösste Energiedienstleisterin der Schweiz mit europäischer Ausrichtung. Der Konzern ist in der Schweiz und in Europa tätig und erwirtschaftete 2011 einen konsolidierten Jahresumsatz von rund 14 Milliarden Schweizer Franken. Alpiq ist in der Stromerzeugung, im Vertrieb und Handel sowie im Bereich Energieservice aktiv. Das Unternehmen ist für rund ein Drittel der Schweizer Stromversorgung verantwortlich.
Mehr Informationen zu Alpiq: www.alpiq.com

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