Alpiq/Axpo: Alle AKW-Standorte bleiben im Rennen

Giovanni Leonardi

Alpiq-CEO Giovanni Leornardi.

Olten – Alle drei Standorte für neue Atomkraftwerke bleiben nach dem knappen Ja der Stimmberechtigten des Kantons Bern zu einem neuen AKW Mühleberg in der Diskussion. Dieser Ansicht sind die Energiekonzerne Alpiq (AKW Gösgen) und Axpo (AKW Beznau).

Alle drei Rahmenbewilligungsgesuche für Kernkraftwerke würden „gleichberechtigt weitergetrieben“, sagte Martin Bahnmüller, Mediensprecher des Energiekonzerns Alpiq, am Sonntag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

„Erfreuliches Abstimmungsresultat“
Wie Daniela Biedermann, Mediensprecherin der Axpo, auf Anfrage in Erinnerung rief, haben sich die Konzerne Axpo, BKW und Alpiq im Dezember auf den Bau von zwei Ersatz-AKW geeinigt. Die Abstimmung im Kanton Bern habe „keinen direkten Einfluss auf die Standortauswahl“. Axpo und Alpiq bezeichneten das Abstimmungsresultat als „erfreulich“. Es sei ein „positives Signal für die Kernenergie und für einen gesunden Strommix“, betonte Biedermann.

Gesuche für Beznau III, Gösgen II und Mühleberg hängig
Alpiq-Mediensprecher Bahnmüller warnte davor, voreilige Schlüsse aus dem Resultat zu ziehen. Bei der eidgenössischen Volksabstimmung über die Rahmenbewilligungsgesuche gebe es eine neue Ausgangslage und eine neue Fragestellung. Die drei Konzerne Axpo, Alpiq und BKW hatten im Dezember ihre Pläne für Ersatz-Atomkraftwerke einer gemeinsamen Planungsgesellschaft übergeben. Das Trio ist nun unabhängig vom Standort an allen neuen AKW beteiligt. Beim Bund sind Gesuche für Beznau III, Gösgen II und Mühleberg hängig. (awp/mc/ps)

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