Alpiq: UVEK erteilt Bewilligung für neue Leitung im Wallis

Giovanni Leonardi

Alpiq-CEO Giovanni Leonardi.

Bern – Im Wallis soll zwischen Châtelard und Rosel eine neue Hochspannungsleitung gebaut werden. Nach einem mehrjährigen Verfahren stehen nun Details des Projekts fest. Das UVEK teilte am Montag mit, es habe die Anpassung des Leitungskorridors bewilligt.

Im Verfahren unter Einbezug von Bund, Kanton, Gemeinden und Umweltorganisationen sei ein Kompromiss gefunden worden. Die von der Alpiq Netz AG Gösgen projektierte Hochspannungsleitung dient dem Abtransport des Stroms, der im neuen 600 MW-Kraftwerk Nant de Drance produziert wird. Dieser Strom soll unter anderem in den Betrieb der SBB fliessen.

UVEK: Projekt nun weiter präzisieren
Die heute bestehenden Leitungen der SBB und der Alpiq können den Transport dieser grosse Kraftwerksleistung nicht gewährleisten. Der Bundesrat hatte die neue Hochspannungsleitung bereits 2009 als Teil des strategischen nationalen Übertragungsnetzes festgesetzt. Das Projekt müsse nun weiter präzisiert werden, schreibt das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK). Insbesondere müsse geprüft werden, ob das Tal in der Gegend um La Bâtiaz mit einer im Boden verlegten Leitung gequert werden könne.

Forces Motrices Hongrin-Léman kann Leistung steigern
Die nahezu zu 40% zur Alpiq gehörende Forces Motrices Hongrin-Léman SA (FMHL) hat die Baubewilligung für das sogenannte Projekt FMHL+ erhalten. Dabei werden zwei zusätzliche Turbinengruppen in einer unterirdischen Kaverne in der Nähe des Kraftwerks Veytaux installiert, teilte Alpiq weiter mit. Die installierte Leistung soll dabei von 240 auf 480 Megawatt gesteigert werden, 60 Megawatt dienen als Reserve. Mit einer Milliarde Kilowattstunden Spitzenenergie wird das Pumpspeicherkraftwerk seine durchschnittliche Jahresproduktion praktisch verdoppeln. Die Inbetriebnahme der neuen Anlage ist für Ende 2014 geplant. An Forces Motrices Hongrin-Léman sind Romande Energie mit 41,13%, Alpiq mit 39,31%, Groupe E mit 13,13% und Commune de Lausanne mit 6,43% beteiligt.  (awp/mc/upd/ps)

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