Amag schliesst 2015 mit einem Umsatzrückgang

Morten Hannesbo

Morten Hannesbo, CEO AMAG Automobil- und Motoren AG. (Bild: AMAG)

Zürich – Der Autohändler Amag hat mit den Marken Volkswagen, Audi, Skoda und Seat im letzten Jahr leicht weniger umgesetzt als im Vorjahr. Trotz des Abgas-Skandals bei Volkswagen blieb der VW mit einem Marktanteil von 13 Prozent das beliebteste Auto der Schweizer.

Einen konsolidierten Jahresumsatz von 4,4 Mrd CHF erwirtschaftete Amag im Geschäftsjahr 2015. Das waren 200 Mio weniger als im Vorjahr, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Als Grund für den Umsatzrückgang gab der Autohändler den Wegfall des Euro-Mindestkurses an, der «zu grossen Preisreduktionen» geführt habe, hiess es in der Mitteilung.

Aufhebung des Euro-Mindestkurses und Abgasaffäre
«Das letzte Jahr hatte es in sich – gleich zweimal wurden wir sehr gefordert: Einerseits im Januar durch die Aufhebung des Euro-Mindestkurses und andererseits im Herbst durch die Abgasaffäre bei VW», kommentierte Amag-CEO Morten Hannesbo. Auf das angelaufene Geschäftsjahr blickt er vorsichtig, besonders wegen des Abgas-Skandals bei Volkswagen. Man werde 2016 die Rückrufaktion für Dieselfahrzeuge ins Zentrum der Aufmerksamkeit stellen, sagte Hannesbo.

Betroffene Fahrzeughalter werden bis Anfang Februar informiert
Im Abgas-Skandal des Volkswagenkonzerns hat die Amag am Freitag angekündigt, dass alle betroffenen Fahrzeughalter bis Anfang Februar über die technischen Lösungen sowie den vorgesehenen Zeitplan informiert werden. Kunden sollten diese Nachrichten abwarten, bevor sie zu einem Partnerbetrieb gehen. Fahrzeughalter werden laut einem Communiqué von Amag vom Freitag mittels einem offiziellen Rückrufschreiben benachrichtigt. Die von Volkswagen erarbeiteten technischen Massnahmen seien zudem vom deutschen Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) und vom Schweizer Bundesamt für Strassen (ASTRA) vollumfänglich gebilligt worden.

Der deutsche Autokonzern übernimmt die Kosten für alle notwendigen Nachbesserungen und im Bedarfsfall wird den Betroffenen auch eine kostenlose Ersatzmobilität zugesichert.

VW bleibt die meistverkaufte Marke
Von den 323’783 Personenwagen, die 2015 in der Schweiz neu zugelassen wurden (+7,2%), ist Volkswagen mit 42’212 Einheiten die meistgekaufte Marke der Schweiz. Das entspricht einem Marktanteil von 13%. Dabei ist der VW Golf das meistgekaufte Auto.

Insgesamt wurden 95’860 Personenwagen von VW, Audi, Skoda und Seat in der Schweiz neu zugelassen. Dazu kommen 6’331 leichte Nutzfahrzeuge von VW und Skoda Die Amag First schliesst das Jahr mit 1602 Neuzulassungen der Marke Porsche ab. Bentley Zug hat im letzten Jahr 28 Neuwagen verkauft.

Deutliches Plus mit Leasingverträgen
Die Amag Leasing hat im vergangenen Jahr mit 49’537 neuen Leasingverträgen um 5,2% zugelegt und schliesst 2015 mit 130’523 Leasingverträgen ab (+6,6%).

Die Amag Gruppe beschäftigte per Ende 2015 insgesamt 5’360 Mitarbeitende, 120 weniger als Ende 2014. Damals hatte Amag noch 5480 Mitarbeitende ausgewiesen. Amag hatte Ende April mitgeteilt, dass 25 Mitarbeitenden gekündigt worden sei und dass frei werdende Stellen nicht mehr automatisch neu besetzt würden. Begründet wurde dieser Schritt mit der starken Aufwertung des Frankens und dem damit verbundenen erwarteten Umsatzrückgang. (awp/mc/pg)

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