APG: Starker Heimmarkt im Halbjahr

Daniel Hofer

Daniel Hofer, CEO der APG SGA AG.

Genf – Die Aussenwerbe-Gruppe APG SGA hat im ersten Semester des laufenden Geschäftsjahres 2012 gegenüber dem Vorjahr dank einer starken Geschäftsentwicklung im Heimmarkt Schweiz beim Umsatz zugelegt. Unter dem Strich musste jedoch eine Einbusse hingenommen werden. Aussagekräftige Prognosen für das Gesamtjahr werden angesichts ungewisser Konjunkturaussichten keine gemacht. Der angestrebte Verkauf des rumänischen Geschäfts konnte zudem bisher nicht realisiert werden.

Der Umsatz stieg um 7,7% auf 152,8 Mio CHF. Dabei konnte im Heimmarkt Schweiz, auf den sich die Gruppe nach der gescheiterten Auslandsexpansion fokussiert, ein Wachstum um knapp 14% auf 142,2 Mio erzielt werden. Aus dem internationalen Geschäft stammen 10,7 Mio, was einem Rückgang um 36% entspricht, wie es in einer Mitteilung heisst. Mit der Umsatzentwicklung hat APG die Erwartungen der Bank Vontobel und ZKB übertroffen.

EBIT steigt um 1,8 %
Während der EBITDA um 1,5% auf 32,9 Mio CHF leicht sank, nahm der EBIT um 1,8% auf 25,8 Mio zu; die entsprechende Margen belief sich auf 21,5% nach 23,5% im Vorjahr bzw. auf 16,9% nach 17,9%. Unter dem Strich weist die Gruppe einen Rückgang des Nettoergebnisses um 18% auf 16,2 Mio aus. In der Rechnung für das erste Halbjahr 2011 waren Sondererträge im Umfang von 6,8 Mio CHF enthalten aus dem Inkasso einer Bankgarantie sowie dem Verkauf der Aktiven aus dem Griechenland-Engagement. Bereinigt um diese Einmaleinflüsse seien der EBITDA um knapp 24% höher ausgefallen, der EBIT um 39% und das Nettoergebnis um 25%, heisst es.

Der Cash Flow wird für die Berichtsperiode mit 20,1 Mio CHF um 22% tiefer ausgewiesen, bereinigt um Sondereffekte liegt er noch um 4,2% unter Vorjahr.

Heimmarkt top
«Getragen von einer ausnehmend starken Umsatzentwicklung im Heimmarkt Schweiz konnte unter Berücksichtigung der Sondereffekte aus dem 1. Halbjahr 2011 ein durchwegs positives erstes Halbjahr 2012 verzeichnet werden», kommentiert das Management. Dabei hätten die Vergleichswerte des hiesigen Werbemarktes bzw. anderer Mediengattungen markant übertroffen werden können. Beeinträchtigt werde diese Entwicklung durch die nach wie vor schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen in den ausländischen Märkten sowie durch Währungsverluste und IFRS-bedingte Rückstellungen der Pensionskasse.

Auslandmärkte «nach wie vor sehr anspruchsvoll»
In den noch bearbeiteten ausländischen Märkten Serbien, Montenegro und Rumänien werden die konjunkturellen Rahmenbedingungen und damit die Situation in den entsprechenden Werbemärkten als «nach wie vor sehr anspruchsvoll» bezeichnet. Zudem hätten schwache Lokalwährungen zu Währungsverlusten geführt. In Rumänien seien die Bemühungen zum Verkauf des Geschäfts angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage des Landes weiterhin erfolglos geblieben, heisst es.

Aus der Umstellung der Pensionskasse vom Leistungs- auf das Beitragsprimat per Anfang 2013 reduzieren sich die Netto-Pensionskassen-Verpflichtungen um rund 18 bis 22 Mio CHF. Dies habe einen positiven auf die Erfolgsrechnung im zweiten Halbjahr 2012. Gleichzeitig werden gemäss Beschluss des Verwaltungsrates 24 Mio in die Pensionskasse eingeschossen; dies sei ergebnisneutral, jedoch Cash-wirksam, heisst es.

Prognose weiterhin schwierig
Für den weiteren Jahresverlauf ist laut Aktionärsbrief ein Ausblick weiterhin schwierig. Die nach wie vor ungewissen Konjunkturaussichten und die damit unmittelbar verbundene Entwicklung des Werbemarktes erschwerten auch weiterhin aussagekräftige Prognosen, heisst es. Dies gelte insbesondere auch für die ausländischen Märkte. Im Schweizer Markt sei im Jahresvergleich zudem zu beachten, dass im zweiten Halbjahr des Vorjahres die umsatzstarken National- und Ständeratswahlen stattfanden und in den Bahnhöfen erfolgreich die digitalen «ePanels» lanciert worden seien.

Grundsätzlich hätten sich die neue Strategie und die Optimierungen in den Strukturen, Prozessen und Leistungsangeboten bewährt, heisst es weiter. (awp/mc/pg)

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