Arbeitslosenquote verharrt bei 2,9 Prozent

Arbeitslosigkeit
(Foto: PHOTOPRESS/Martin Ruetschi)

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Bern – Die Zahl der Arbeitslosen in der Schweiz hat sich im Juli 2014 gegenüber dem Vormonat praktisch nicht verändert. Ende Juli waren laut Mitteilung des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) vom Freitag 127’054 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren eingeschrieben – 422 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote verharrt somit bei 2,9%, der saisonbereinigte Wert blieb mit 3,2% ebenfalls unverändert. Gegenüber dem Vorjahresmonat nahm die Zahl der Arbeitslosen um 1,1% ab.

Die Zahlen fielen im Rahmen der Erwartungen aus. Von AWP befragte Ökonomen hatten für den Berichtsmonat 2,9% bis 3,0% und für die saisonbereinigte Ziffer eine Spanne von 3,1% bis 3,2% geschätzt.

Der leichte Anstieg der Arbeitslosenzahl sei saisonbedingt, sagte Boris Zürcher, Leiter Direktion Arbeit des Seco am Freitag an einer Telefonkonferenz. Ab Juli nehme die Zahl der Arbeitslosen bis Ende Jahr erfahrungsgemäss zu.

Für das ganze Jahr hält Zürcher weiterhin an der Prognose einer durchschnittlichen Arbeitslosigkeit von 3,1% fest. Mit jedem Monat werde es nun aber schwieriger, dass diese Prognose erreicht werde.

Aus Sicht der Arbeitslosenversicherung sei dies aber nicht gravierend: Auch bei einer leicht höheren Arbeitslosigkeit käme die verschuldete Versicherung Ende Jahr noch auf einen Überschuss von rund 700 bis 800 Mio CHF.

Saisonaler Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit
Ein Anstieg der Arbeitslosigkeit war im Juli bei den Jugendlichen zu beobachten. Die Zahl der arbeitslosen 15- bis 24-Jährigen erhöhte sich gegenüber Juni um 11% Prozent auf 16’647 Personen.

Dieser Anstieg sei durch das Ende der Ausbildungsabschlüsse im Sommer bedingt. Gegenüber dem letzten Jahr sank die Arbeitslosenquote bei den Jugendlichen leicht auf 3,0%.

Babyboomer werden 50
Auch bei den Über-50-Jährigen präsentierte sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt stabil. Zwar stieg die Zahl der Arbeitslosen im Jahresvergleich um über 6% an. Dennoch stieg die Quote von 2,6% in dieser Alterskategorie nur geringfügig.

Beim Seco erklärt man sich diese Entwicklung mit der Bevölkerungsentwicklung. «Die Babyboomer sind nun 50 geworden», sagte Zürcher. In absoluten Zahlen seien somit wegen dieser geburtenstarken Jahrgänge mehr ältere Leute auf dem Arbeitsmarkt.

«Die weiterhin tiefe Arbeitslosenquote von 2,6% zeigt, dass die Mehrheit dieser Leute weiterhin gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat», sagte er.

Insgesamt waren zählten die Regionalen Arbeitsvermittlungszentren im Juli 180’822 Personen, die eine Stelle suchten. Gegenüber dem Vorjahr sind dies 0,3% weniger. Gleichzeitig sank die Zahl der offenen Stellen um 971 auf 13’240.

Weiter gab das Seco die Zahlen zur Aussteuerungen bekannt: Im Juli verloren 3189 Personen das Recht auf Arbeitslosenentschädigung und werden ab diesem Zeitpunkt nicht mehr mitgezählt. (awp/mc/upd/ps)

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