Arbonia wächst organisch – operatives Ziel wegen SAP-Problemen gesenkt
Arbon – Arbonia hat im ersten Halbjahr 2026 beim Umsatz zugelegt, aber operativ deutlich weniger verdient. Hauptgrund ist die SAP-Einführung bei der deutschen Tochter Garant, die zu temporären Betriebsstörungen führte. Aus diesem Grund passt das Ostschweizer Unternehmen nun den Ausblick für den Betriebsgewinn an.
Der Nettoumsatz stieg von Januar bis Juni um 3,6 Prozent auf 318,2 Millionen Franken, wie die auf Türen fokussierte Gruppe am Dienstag mitteilte. Organisch hätte ein Plus von 2,3 Prozent resultiert.
Die Marktposition sei in zahlreichen europäischen Märkten ausgebaut worden, schreibt Arbonia zum Geschäftsverlauf. Zudem lägen die Auftragseingänge und -bestände in allen grossen Werken «deutlich über dem Vorjahresniveau».
Profitabilität von SAP-Problemen belastet
Die operative Leistung sank hingegen wegen Problemen bei der SAP-Einführung bei Garant. So fiel der bereinigte Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA um 8,9 Prozent auf 23,8 Millionen Franken. Die entsprechende Marge lag bei 7,5 Prozent nach 8,5 Prozent in der Vorjahresperiode. Die Transformation belastete das EBITDA dabei einmalig mit rund 8,4 Millionen Franken.
Unter dem Strich verbuchte Arbonia im fortzuführenden Geschäft einen Verlust von 7,8 Millionen Franken nach einem Fehlbetrag von 2,4 Millionen in der Vorjahresperiode. Damit hat Arbonia beim Umsatz die Analystenerwartungen übertroffen, beim EBITDA und der Marge jedoch klar verfehlt.
Ausblick teilweise angepasst
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Arbonia nun ein EBITDA ohne Einmaleffekte weitgehend auf Vorjahresniveau von 57,3 Millionen Franken und senkt damit die bisherige Wachstumsprognose von 15 bis 20 Prozent. Alle übrigen Ziele für 2026 sowie die mittelfristigen Ziele für 2029 werden bestätigt.
Demnach erwartet Arbonia bei stabilen Wechselkursen und einer normalen Entwicklung der Materialkosten ein Umsatzwachstum von 3 bis 5 Prozent im Vergleich zum Umsatz ohne Skyfens von 622 Millionen im Vorjahr. Mittelfristig peilt der Bauzulieferer organisch bis 2029 einen Umsatz zwischen 820 und 850 Millionen Franken und eine EBITDA-Marge zwischen 14 und 15 Prozent an. (awp/mc/ps)