Autoneum im ersten Halbjahr mit tieferen Margen – Ausblick gesenkt

Martin Hirzel
Martin Hirzel, ehemaliger Autoneum-CEO. (Foto: Autoneum)

Winterthur – Der Autozulieferer Autoneum hat im ersten Semester 2018 zwar mehr Umsatz erzielt, doch musste das Unternehmen bei den Gewinnzahlen eine leicht rückgängige Entwicklung hinnehmen. Vor allem die Situation in der wichtigen Absatzregion Nordamerika stellte sich für die Winterthurer weiterhin als schwierig dar. Daher wird der Ausblick leicht gesenkt.

Konkret wuchs der Umsatz des Unternehmens um 3,9 Prozent auf 1,16 Milliarden Franken, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. In Lokalwährungen betrug das Plus 2,2 Prozent.

In den Marktregionen Europa (+4,7%), Asien (+6,8%) und Samea (Südamerika, Mittlerer Osten, Afrika; +23%) wurde in Lokalwährung Wachstum erzielt. Einzig Nordamerika (-4,1%) war rückläufig. In diesem Markt seien erneut weniger Fahrzeuge produziert worden als in der Vorjahresperiode.

Expansion in Asien belastet
Die Gewinnzahlen waren nicht nur von den tieferen Produktionsvolumen und Anlaufkosten in Nordamerika geprägt. Gleichzeitig expandierte Autoneum stark in Asien. Zahlreiche Neuanläufe mit entsprechend niedrigeren Ergebnismargen drückten die Profitabilität.

In Zahlen ausgedrückt sank das operative Ergebnis auf der Stufe EBIT um 8,0 Prozent auf 86,4 Millionen Franken, die Marge ging gegenüber dem Vorjahr um 0,9 Prozentpunkte auf 7,5 Prozent zurück. Der Konzerngewinn sank um 2,7 Prozent auf 60,1 Millionen und der Gewinn nach Minderheiten lag bei 48,9 Millionen.

Mit den Zahlen hat Autoneum die Schätzungen der Analysten beim EBIT nicht erreicht. Diese hatten im Durchschnitt mit einem Umsatz von 1,15 Milliarden Franken und einen EBIT von 92,6 Millionen gerechnet.

EBIT-Ausblick gesenkt
Für das Jahr 2018 geht Autoneum beim Wachstum nach wie vor von einem organischen Plus von rund 3 Prozent aus. Dabei werden eine leichte Erholung des nordamerikanischen Marktes im zweiten Halbjahr sowie eine gleichbleibend hohe Nachfrage in Europa unterstellt.

Etwas zurückbuchstabieren muss das Unternehmen jedoch bei der Profitabilität. Neu wird für das Gesamtjahr eine EBIT-Marge von 7 Prozent veranschlagt, nach bisher versprochenen 8 Prozent. Denn im saisonal etwas schwächeren zweiten Semester rechne man bei der Business Group Europe mit einer niedrigeren Marge, während die Profitabilität in Nordamerika kurzfristig stagnieren dürfte.

Managementwechsel
Ferner kommt es zu einem Wechsel an der Spitze der grössten Geschäftseinheit. Per 1. Februar 2019 wurde Alexandra Bendler zur Leiterin der Business Group Europe und damit auch zum Mitglied der Konzernleitung ernannt. Bendler leitet heute den Vertrieb und das Projektmanagement des Bereiches.

Bendler folgt auf Matthias Holzammer. Dieser wird das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen, um sich neuen Herausforderungen zu stellen, so die Mitteilung. (awp/mc/ps)

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